Willkommen im Stricktagebuch von Michaela
... und immer ein paar Maschen auf den Nadeln
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2010-02-19
Letztens hing eine Tüte an der Wohnungstür. Mit einer Stecknadel hatte meine Mutter einen Zettel drangeheftet: „Bund geht nicht mehr über die Hüften“.
Ich entnahm der Tüte einen Pullover, von dem ich noch genau wusste, wann ich ihn begonnen hatte: Fasnacht 1998.
Es war ein Winter mit ebensoviel Schnee, wie dieses Jahr. Ich erinnere mich deshalb so genau, weil meine Freundin und Kollegin und ich den freien Rosenmontag zum Kaffeetrinken und Plauschen, respektive von meiner Seite zum Stricken nutzen wollten. Meine Freundin las mir während des Strickens aus einem Gedichtband vor, den ein Landwirt aus ihrem kleinen Wohnort verfasst hatte. Wir bogen uns teilweise vor Lachen, denn die laienhaften Gedichte boten allen Anlass dazu und die Freundin schaffte es durch ihre Betonung, alles Komische aus ihnen herauszuholen. Ich erinnere mich noch genau an den Vers: „Gutedel ist die Kompression von gut und edel“, der bei uns bis heute zum Standardsatz bei bestimmten Gelegenheiten gehört. Dazu muss man wissen, dass Gutedel eine Weinrebe ist, die nur bei uns angebaut werden darf und der Wein aus dieser Traube ist nicht zu verachten.
Die Freundin starb noch im gleichen Jahr an ihrer schweren Krankheit, der Pullover ist nun schon 12 Jahre alt.
Gestrickt wurde er aus dem Baumwollgarn Mariposa, das es seinerzeit sehr günstig bei Aldi gab. Und die Qualität des Garnes ist gut, denn meine Mutter hat den Pullover gern getragen und viel gewaschen. Auf dem Flohmarkt erstand ich seinerzeit zahlreiche Röllchen mit Viscosegarn in Grün- und Blautönen, die ich mitlaufen ließ. Von den Ärmeln zieht sich ein breiter Zopf, der in eine Passe übergeht und sich dann am Halsausschnitt teilt.
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Ich erinnere mich, dass ich meiner Mutter den Pullover zu Ostern überreichte.
Nun war also der Bund zu eng geworden. Diesen hatte ich mit verteilten Zöpfen versehen, damit der nicht labberte. Das rächte sich nun.

Ich drehte den Pullover also zunächst auf links und fädelte zwei Reihen über dem Bund die Maschen auf eine dünne Nadel auf
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Dann wurde zur Schere gegriffen.
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Es war ein böses Gefrickel, bis ich den Bund vom Rest getrennt hatte.
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Auf den Nadeln waren alle Maschen schön aufgenommen, denn ich hatte schlauerweise alles in Runden gestrickt.
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Der Bund musste in die Bestandteile zerlegt werden, denn durch das viele Tragen, waren die Viscosefäden teilweise zerschlissen.
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Aus dem Hebemaschenmuster machte ich 2rechts-2links und wechselte dann zu 1rechts-1links, um italienisch abnähen zu können. Aus meinen Beständen hatte ich noch blaues Viscosegarn, das genau passte.
Das Endergebnis sieht ganz passabel aus
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Und nun ist der Pullover auch wieder hüftkompatibel.
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2010-02-09
Manche Sachen beginnt man mit Enthusiasmus und beendet sie dann unwillig oder gar nicht, aber es gibt Modelle, da bedauert man geradezu, wenn sie fertiggestrickt sind. Es geht mir in meiner Frage um den Prozess des Strickens und nicht um das fertige Stück.
Welches war das absolute Lieblingsprojekt, das ihr gestrickt habt? Was hat es dazu gemacht (Garn, Muster, Schnitt ...)?
Habt ihr dann noch ein weiteres Modell gleicher Art gefertigt?
Gibt es auch ein Hass-Objekt?
Ich bedanke mich beim Wollschaf, dass es heute meine Frage drangenommen hat!

Das absolute Lieblingsprojekt war ein Herrenpullover aus einem Drei-Pagen-Heft von 1983. Das Heft hatte ich gerade kürzlich in der Hand und festgestellt, dass einige Modelle davon sich gerade wieder in die neue Strickmode einschleichen.
Besagter Pullover hatte eine V-Passe mit Zopfmuster über einem Korpus aus Patent. Ich habe diesen Pulli für meinen Vater, meinen Bruder, einen Freund meines Bruders und meinen eigenen damaligen Freund gestrickt. Da mein Bruder das Teil in die Maschine geworfen hat und mit den Jeans mitwusch, endete der Pulli als standfeste Skulptur und ich habe ihn nochmal gestrickt. Wahlweise wurde er mit zweifarbigem Patent, kontrastierender Passe oder einfarbig genadelt.
Da er in typischem 80-er-Jahre-Style gearbeitet wurde, passte er unter keine Jacke.

Gehasst habe ich ein Modell, das ich im Auftrag gestrickt habe, mit Garn, was mir dazu überreicht wurde. Das Garn war Kunstfaser übelster Sorte, klebte praktisch an den Nadeln, hatte eine scheußliche Farbe und wurde - egal mit welcher Nadelstärke - lappig.
Ein weiteres Hass-Objekt war ein Missoni-Pullover, den ich mir vom Titelbild einer Zeitschrift abkopierte. Es war einfach zu üppig, aber ich habe es fertiggestellt - nach 4 Jahren.

2010-01-31
„Darf ich mir zu Weihnachten was wünschen?“ fragte meine fast 14-jährige Nichte Anfang November. Sie wollte „einen langen Pullover in so modischem Lila und mit großem Kragen“. Seit letztem Jahr um die gleiche Zeit war sie gute 10cm gewachsen, so dass ich schon ahnte, dass das Teil bestimmt nicht unter dem Weihnachtsbaum liegen würde. Das war ihr aber egal.
Damit ich mir eine Vorstellung von „so modernem Lila“ machen konnte, durchstreifte ich Freiburgs Klamottenläden für die jugendliche Zielgruppe. Schließlich entschied ich mich für ein helleres Aubergine, das mir auch nach längerem Stricken keine Netzhautallergie verursachen würde.
Dann machte ich mich an den Entwurf. Nachdem ich eine Weile herumskizziert hatte – ich hatte so eine Art Hängerchen im Sinn – fiel mir ein, dass schon einmal etwas Ähnliches gesehen hatte. Nach einigem Gründeln im Netz hatte ich es gefunden: Abotanicity http://www.knitty.com/ISSUEwinter07/PATTabotanicity.html
Das Modell verlangte nach 500g Sockengarn und mittels geeigneter Suchbegriffe wurde ich schnell fündig. Das Pfund Garn der Marke Filatura Cervinia , ein Sockengarn bekam ich bei Wolle-Hartmut für 12,00 € http://www.erwebhosting.it/cervinia/html/prodotti_det.php?lang=ita&cate=2 .
Die zweifach gewaschene Maschenprobe machte einen guten Eindruck und so legte ich mit Nadelstärke 3 los. Allerdings nicht nach den Vorgaben der Designerin, sondern ich fing den RVO mit einem tieferen Ausschnitt und offenem Anschlag an.
Hier sieht man den Fortschritt nach 100g verstricktem Garn
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Nach dem gerippten Oberteil strickte ich sofort die Ärmel und nicht den Rumpf, wie die Designerin vorschlug. Hier habe ich das Stück über meine Helena gezwängt und man sieht die Dehnbarkeit des Pullovers, der auf Größe 34 ausgerichtet ist. http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-fj-jpg.html
Eine weitere Abweichung vom Original ist der Unterarm-Keil, den ich bei allen Raglanpullovern einarbeite. Die Passform steigert sich um Längen. http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-fg-jpg.html.
Nach den Ärmeln strickte ich den Kragen an. Ich hatte vor, das Garn restlos zu verbrauchen, bzw. der gewünschte große Kragen sollte nicht Opfer einer Wollverknappung werden. Lieber wollte ich den Lochmuster- / Ajourteil kürzer halten.
Nach ziemlich vielen Zentimetern stellte Madame fest, dass das von der Designerin empfohlene Einziehen einer Fangleine nicht schlecht gewesen wäre, denn es fand sich ein Fehler zwölf Reihen weiter unten. Zwei Stunden frickelte ich, bis das Musterbild wieder stimmte. Hier ein Zwischenstadium meines Reparaturversuches http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-fh-jpg.html.
Dummerweise fand ich nach dem Stricken etlicher Zentimeter einen weiteren Fehler, den ich dann aber nicht behob. Hier ein Blick auf das Lochmuster http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-fi-jpg.html , natürlich den fehlerfreien Teil

Auch beim Abschluss des Pulloverkleides wich ich von der Vorlage ab. Die von mir gestrickte Kante rollt sich nach innen, nicht nach außen.
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Das Pulloverkleid wurde schließlich am Dreikönigstag abgenadelt und gewaschen. Dabei hat sich das Muster in die Länge gezogen. Die Bilder auf der Knitty-Homepage wurden auf jeden Fall in ungewaschenem Zustand gemacht. In ungewaschenem Zustand des Pulloverkleides, über den Reinlichkeitszustand des Models kann ich keine Aussage treffen
Die Nachbarstochter, die 6cm größer ist als meine Nichte, hat dann gemodelt. Sie ist ein sehr schönes Mädchen, findet sich aber auf allen Bildern hässlich und will für das nächste Mal geeignetes Make-Up auflegen.
Ich habe ihr gesagt, dass sie drunter ziehen kann, was Mädels so tragen und das hat sie auch gemacht.
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2010-01-12
Von Kindheit darauf getrimmt zu sein, selbstgefertigte Weihnachtsgeschenke auszuhändigen, reduziert den allgemeinen Geschenke-Schlagabtausch gewaltig. Es gilt die Konvention: nur Kinder werden beschenkt bzw. die Seniorengeneration über 70 Jahre. Als Kinder gelten bei uns auch erwachsene Behinderte. Und bei den Senioren ist vorgeschrieben, dass die Geschenke sich entweder verbrauchen lassen oder einen Bedarf abdecken.
Die Senioren bekamen heuer wieder Fotobücher von den Bildern, die übers Jahr bei Familienfesten und –treffen gemacht wurden. Dieses Jahr waren es fünf individualisierte Bücher, die pro Stück einen Zeitbedarf von ca. vier Stunden haben. Wenn man die Freude der Beschenkten sieht, ist es einem die Mühe allemal Wert. Und ich weiß, dass diese Büchlein auf dem Wohnzimmertisch liegen und immer wieder zur Hand genommen werden.
In diesem Jahr wurde auch die „mittlere“, also gleichalte Fraktion bedacht, zumindest diejenigen, die über einen DVD-Player oder einen Rechner verfügen. Die besagten Familienfotos wurden zu individuellen Fotostories mit unterlegter Musik zusammengestellt und mehrere Stories dann zu einer DVD gebrannt, mit jeweils anklickbarem Thema.
Mittels eines kostenlosen Programms aus dem Internet (Fotostory 3 für Windows) kann man die Megabyte von Bildern, die das Jahr über erzeugt werden, zu zeitgemäßen Betrachtungsmedien verbasteln. Je nach Anzahl der Bilder und der Ausgefeiltheit der Photo-Zusammenstellung kann man auch hier viele Stunden zubringen. Das Programm kann auch von Menschen bedient werden, die ihre Bilder üblicherweise unsortiert und unbearbeitet lassen. Durchschnittlich habe ich pro „Film“-Sequenz 3 Stunden benötigt. Richtig knifflig war dann noch das Mastern und Brennen der DVD (mit dem Programm Nero), sowie das Erstellen von DVD-Covern.
Wie ich von meiner Schwägerin erfuhr, konnte sie ihre Kinder mehrere Nachmittage mit den Stories erfreuen, Nichte und Neffe saßen gebannter davor als vor der Glotze. Auch die ältere Generation vertiefte sich in ihre Bücher und mein behinderter Bruder musste dazu veranlasst werden, die restlichen Geschenke auszupacken, weil er sich gar nicht aufraffen konnte, das Büchlein mit den Bildern von seiner Geburtstagsfeier aus der Hand zu legen.
Unser Sohn gehört zur Kategorie „Kind“ und bekam einen der bereits vorgestellten Herbivores und ein paar Handschuhe in fotografierunfreundlichem Schwarz.

Wenden wir uns also den Strickgeschenken zu. Wieder einmal musste ich meine Annahme korrigieren, Kinderspielzeug wäre ja schnell gestrickt.
Ich fertigte noch einmal ein Schaf nach der Anleitung, die ich vergangene Weihnachten schon genutzt hatte.
http://www.blackberry-ridge.com/samsue.htm . Dafür nahm ich das wunderbare handgesponnene Garn von Martinas Schwiegermutter http://board.stricknetz.net/blog/strickentina/index.php?
Da ich zwischendrin eine längere Pause einlegte, kam ich mit den Anleitungen durcheinander und so wurde es eine Kreuzung zwischen Sam und Sue, ganz ohne Gentechnik.
http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-ew-jpg.html
Für die Füllung nahm ich diese Wollflocken.
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Damit wurden unsere früheren Kopfkissen von Zeit zu Zeit aufgepolstert und sie eignen sich für Kuscheltiere ganz hervorragend. Sie haben sogar eine 40-Grad-Testwäsche in der Maschine überstanden.
Auf das zu Sue gehörende Tüchlein habe ich verzichtet, über 200 Reihen sollten dafür gestrickt werden. Da stricke ich doch lieber ein Tuch für einen Menschen als für ein Schaf. Mit Sue habe ich ca. 25 Stunden zugebracht, in der gleichen Zeit kann man schon einen Gutteil eines Pullovers nadeln.
Hier die Rückenansicht http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-ex-jpg.html
Und die Bauchzone http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-ey-jpg.html

Die Igel nach einer Anleitung von Isolda Teague sind auch nicht an einem Abend gestrickt http://ysolda.com/store/toys/smith/ . Sie machen aber einen Heidenspaß. Auch hier habe ich Garn von Martina verwendet sowie einige Sockenwollreste verbraucht. Für die Stacheln könnte ich mir auch gut meliertes Garn vorstellen oder leicht flauschiges. Die Igelchen standen bis zum Verpacken auf der Fensterbank und so mancher hat sie mal rasch geknuddelt.
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Vor einiger Zeit kaufte ich ein paar Anleitungen von Alan Dart.
http://www.alandart.co.uk/pages/products
Sicherlich kann man sich bei diesen Figuren lange Zeit an Geschmacksfragen aufhalten, ich finde sie jedoch weitaus ästhetischer als viele zu kaufende Plüsch-Artefakte.
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Die Anleitungen sind präzise im Schritt-für-Schritt-Modus. Aber auch hier sollte man viel Zeit einplanen, wenn man so eine Figur als Geschenk vorsieht. Die Ausarbeitung hat es in sich.
Gestrickt wurde mit Sockenwolle.
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Ich muss zugeben, dass ich ganz besonders stolz darauf bin, dass meine selbstgemachten Geschenke von den Kindern allen anderen vorgezogen wurden. Selbst die tollsten Geräte mit Blinki-Kram und Lärmproduktion wurden nach dem Auspacken liegengelassen. Katze und Schaf wurden unentwegt herumgetragen. Der Neffe bekam noch einige Holzbauteile, die ich aufgrund des Alters wusch , abschliff und mit Leinöfirnis behandelte. Zu den Häusern und Bäumen gab es eine kleine Holzeisenbahn, alles aus alten Beständen unseres Sohnes und der Pflegekinder. Die Eisenbahn hatte die Wäsche in der Spülmaschine nicht ganz ohne Folgen überstanden. Beim heftigen Spielen löste sich ein Rad von der Achse. Das wurde jedoch nicht im mindesten beklagt, sondern war eine willkommene Gelegenheit für den Neffen, Mechaniker zu spielen und mit Klebstoff hantieren zu dürfen. Fast hat er es bedauert, dass die anderen Räder bombenfest saßen.
Die Zeitzusammenstellung habe ich dieses Mal gemacht, um mich bei den kommenden Weihnachtsgeschenken daran zu erinnern, rechtzeitig anzufangen.
Das Strickgeschenk für meine älteste Nichte stelle ich im nächsten Beitrag vor.

2010-01-06
Den Beitrag können man mit „Irrungen-Wirrungen“ überschreiben oder „Odyssee eines Wichtels“.
Dieses Jahr war mir beim Wichteln Cleo Farbenrausch zugelost worden. http://farbenrausch.myblog.de/

Ein Wichtelgeschenk herstellen zu dürfen in einem Garn, was man nicht zuhause vorrätig hat, ist doch etwas Feines. Es berechtigt einen, alle erreichbaren Wollgeschäfte aufzusuchen und dort neben Fachgesprächen das Sortiment zu prüfen und zu begutachten. Für meinen Zweck hatte ich nach langem Suchen die Regia Hand-Dye-Effekt auserkoren, und zwar in der Farbe azurit.
http://www.mariannes-opalwolle.de/oscommerce-2.2ms2-051113/catalog/popup_image.php?pID=5001&osCsid=ac12c9adb7836b39d5aa476263efe8ff
Davon wollte ich Finger-Handschuhe stricken, und zwar jeden Finger in einer anderen Farbschattierung nach einer der genialen Anleitungen von Julia Müller http://www.laris-designs.com/
Zugegeben: es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich für das Modell „Glows“ entschieden hatte, denn die Auswahl ist wirklich verführerisch und bei einem Musterkauf ist es auch nicht geblieben.

Bis Ende November war ich zu 4/5 fertig und nahm den Wichtel auf eine kurze Reise mit. Bei der Ankunft auf dem Freiburger Hauptbahnhof gab es Bombenalarm und man wurde gebeten, Zug und Bahnsteig so rasch wie möglich zu verlassen.
Wir begaben uns also auf einen anderen Bahnsteig um zu schauen, wie sich unsere Weiterreise gestalten würde. Während wir den Fahrplan studierten, muss die Stricktasche abhanden gekommen sein, die ich an den ausgefahrenen Ziehgriff meines Koffers gehängt hatte. Gleich am nächsten Tag rief ich beim Bahn-Fundbüro in Freiburg und in Basel an, weil ich zunächste vermutete, ich hätte die Tasche im Zug liegengelassen. Das schien mir zwar unwahrscheinlich, weil ich extra noch nachgeschaut hatte, aber angesichts der hektischen und ungewöhnlichen Situation durch den Bombenalarm schien mir nichts unmöglich. Der Bescheid der Fundbüros lautete: es sei viel gefunden worden, jedoch keine Stricktasche. In der Tasche befand sich noch ein weiteres Knäuel Baumwolle für ein anderes Projekt sowie ein Werbe-USB-Stick. Der Dieb hat sich hoffentlich vor Ärger Monogramme in den Allerwertesten gebissen.
Wer übrigens meint, Anrufe auf 0180-er Nummern seien mit Preisen zwischen 12 und 60 Cent/min. teuer, der darf eine ähnliche Servicenummer einmal in der Schweiz anrufen. Dort beträgt der nationale Preis 1,50 Schweizer Franken/Minute.
Nun war der 4/5-Wichtel also weg und am darauffolgenden Montag scannte ich erneut die Freiburger Wolleläden – immerhin vier mit großem Sortiment - nach Regia-Ersatz ab. Bedauernd wurde überall mitgeteilt, dass diese Farbe ausverkauft sei und erst in 14 Tagen wieder geliefert würde.
Im Strickstudio Zappe fand ich schließlich adäquaten farblichen Ersatz, ein Merino-Alpaca-Garn von Bremont. Sehr schön weich und überaus geeignet für das Projekt, mit dem ich gleich begann. Annie hatte ich sicherheitshalber von dem Desaster in Kenntnis gesetzt, für den Fall, dass ich nicht rechtzeitig fertig würde.

Es lief auch nicht wünschenswert flott. Aber am 20. Dezember gegen Mittag hatte ich den letzten Faden vernäht und ein paar Bilder im Kasten. Erleichtert packte ich den Wichtel ein und noch sieben weitere Pakete, die anderntags versandt werden sollten. Ich frankierte erst einige Pakete Online, die mit den Blauen verschickt werden sollten, dann zwei Pakete und den Wichtel mit DHL-Online Marken, da ich Hermes keine pünktliche Lieferung zum Heiligabend zutraute.

Hätte ich das doch besser gelassen. Meiner Dauer-Übermüdung war es vermutlich zu verdanken, dass ich Absender und Adressat vertauscht hatte. Als die Paketmarken aufgeklebt waren, wurde mir der Irrtum gleich klar und ich korrigierte handschriftlich die Fehler auf allen drei Paketen. Sicherheitshalber füllte ich aber noch drei konventionelle Paketaufkleber aus. Gleich Montag früh stratzte ich zur Post, wo sich erwartungsgemäß eine Schlange gebildet hatte. Ich sollte dazu sagen, dass unsere Post-Agentur so erbärmlich ist, dass die örtliche Hermes-Paketstelle floriert. Man trifft sich dort zur Paketabgabe und um sich über die Unfreundlichkeit und Inkompetenz der Mitarbeiterinnen auf der Postagentur auszutauschen. Wobei die Inhaberin eigentlich fit und freundlich ist.
Schließlich war ich an der Reihe und teilte der Schalterdame auch meinen Fehler mit. Ich bot an, die bereits ausgefüllten Paketaufkleber über die Online-Ausdrucke zu kleben, aber das wollte sie nicht. Sie meinte „normalerweise geht das nicht, aber ich will es versuchen.“ Ich wandte ein, dass unter diesen Umständen eine Neufrankierung wohl besser sei, aber sie meinte, drüberkleben dürfe man nicht. Im Nachhinein betrachtet wollte sie wohl angesichts der Schlange hinter mir die Angelegenheit rasch abfertigen.
Wieder zuhause rief ich bei DHL an, um zu erfragen, ob denn das Vorgehen der Schalterfrau richtig gewesen sei. War es natürlich nicht, so dass ich die Pakete wieder abholen wollte, aber sie waren bereits weg.

Es kam wie es kommen musste, die Sendungen wurden nicht ausgeliefert. Am 28. Dezember war dann wieder Gelegenheit, der Angelegenheit nachzugehen. Die Pakete waren mittlerweile im Paketzentrum 50km von hier stationiert. Leider dürfe man die Pakete von dort nicht abholen, sagte der Call-Center-Mitarbeiter. Aber er würde veranlassen, dass die Pakete nun „legal“ versandt würden. Gleichzeitig nahm er meine Beschwerde über die Dame an der Post auf. „Aha, ich werde weitergeben, dass dort noch Schulungsbedarf herrscht“, meinte er.

Wir warteten mit dem nächsten Anruf bis zum 2. Januar ab. Ein Paket war mittlerweile bei der Empfängerin gelandet. Die beiden anderen befanden sich noch in besagtem Paketzentrum. Die Call-Center-Dame konnte anhand der Notizen feststellen, dass bei einem Paket die Verpackung beschädigt worden war und daher erst vor Ort repariert werden musste. Hallo?! Was hatten die denn mit meinem Paket gemacht?
Das Wichtelpäckchen läge auch noch da, aber sie würde veranlassen, dass ...
Am 5. Januar: weitere Nachfrage: Die Call-Center-Agentin leitete ihre Ansprache mit den Worten ein: "Frau R., auch ihr sechster Anruf wird Ihnen nur Enttäuschung bringen." Aufgrund eines Serverfehlers konnte man weder eine Beschwerde noch eine Nachfrage starten.
Zum Glück ist der 6. Januar im Norden kein Feiertag, so dass Cleo heute nach 16 Tagen Laufzeit ein Päckchen entgegen nehmen konnte. Ihre Nachricht verursachte bei mir einen größeren Erdrutsch vom Herzen gen Tal. Ich sah mich die Handschuhe bereits ein drittes Mal stricken. Das hätte mir nichts ausgemacht, denn das Design ist wirklich abwechslungsreich und hat einige schöne Details. Beispielsweise, dass die Zöpfe an der einen Hand nach links, an der anderen nach rechts gekreuzt werden.
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Hier an der Hand zu sehen
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Besonders gut gefallen mir an den Designs die langen Schäfte, an denen viel Muster unterzubringen ist.
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Es gibt das ein oder andere Fädchen zu vernähen.
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Cleo ist höchstes Lob zu zollen: sie hat in der ganzen Wartezeit nicht ihren Humor verloren, vielen Dank!
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2010-01-05
Die Wollschaffrage - meine eigene!
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1. Nach welchen Gesichtspunkten wählst du die Farben beim Wollkauf?
2. Kaufst du ausschließlich deine Lieblingsfarben?
3. Suchst du die Farben passend nach den Farben deiner übrigen Kleidung aus?
4. Kaufst du das Garn, weil dich die Farbe oder Farbkombination "anspringt", unabhängig davon, ob sie dir steht?
5. Kaufst du Garn in "deinen" Farben auf Vorrat, weil es möglicherweise in der nächsten Saison nicht mehr zu haben ist?
6. Nimmst du bei Strickmodellen genau die Farben oder Farbkombinationen, in der das Modell abgebildet ist?
Herzlichen Dank an Michaela für die heutige Frage!

Irgendwie scheint der Link zum Stricktagebuch verlorengegangen zu sein.
Es sind zwar viele Fragen, aber alle zusammengehörend.

1. Ich wähle die Farben in der Regel nach dem/der zu Bestrickenden, sofern bekannt.
2. Nein, nicht nur Lieblingsfarben. Rosa Garne für meine Nichten gehören nicht zu meinen Lieblingen
3. Ja, in der Regel. Bzw. umgekehrt suche ich auch Kleidung passend nach meinen Stricksachen.
4. Das habe ich früher viel getan, als ich noch jung und unwissend war. Jetzt passiert mir das manchmal, jedoch immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, für wen das Strickstück angefertigt wird.
5. Ja, wenn es ein tolles Angebot ist. Ich habe beispielsweise einmal bei einer Ladenauflösung alle Grün- und Blaugrüntöne aufgekauft, in sagenhaften Qualitäten. Das habe ich auch nicht bereut.
6. Nein, nicht zwingend. Wenn es natürlich genau meine Farben sind, ist es schön, dass man gleich sieht, wie es in der eigenen Farbe aussieht.

2010-01-01
Die Neujahrsansprache wird dieses Mal nicht die gewohnten Inhalte und Qualitäten aufweisen.
Unser Jahresbeginn findet in trauriger Stimmung statt.
Gestern haben wir unsere Cleo einschläfern lassen. Sie wurde gute 16 Jahre alt.
Als wir Anfang Dezember von einem kurzen Berlinaufenthalt zurückkamen, wurde eine starke Nierenschwäche festgestellt. Über drei Wochen haben wir alle gekämpft und versucht, die kleine Chance zu nutzen, dass das Organ wieder seine Funktion aufnimmt. Gestern haben wir entschieden, dass eine Lebensverlängerung in diesem Fall eine Sterbeverlängerung bedeuten würde und haben die Kleine einschläfern lassen. Im Nachbarsgarten hat sie ein schönes Plätzchen unter einem Rhododendronbusch bekommen.

Die Gewohnheiten der letzten drei Wochen haben sich stark in unser Leben eingegraben. Zum ersten Mal seit drei Wochen schlief ich heute Nacht wieder in meinem Bett statt auf dem Wohnzimmersofa. In dieser Zeit wurde die Katze stündlich mit Elektrolyten, Wasser und Medikamenten versorgt, nachts zweistündlich. Nach dem zu-Bett-Gehen stellte ich mir den Wecker ohne Nachdenken automatisch auf zwei Stunden später. Als er losrappelte, sagte der Angetraute schlaftrunken: "Bleib liegen, ich gebe ihr die Tropfen."

Der Angetraute hat die weiblichen Familienmitglieder am 13. Dezember ohne ihr Wissen beim Mittagsschläfchen abgelichtet.
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Vielen Dank dafür, Cleo, dass du immer Zeit für uns hattest!

2009-12-30
Es brauchte eine Weile, um mich davon zu erholen, meinen Wichtel auszupacken und im Stricktagebuch vorzustellen.
Glücklicherweise - oder leider? – war die Zeit vor Weihnachten so ausgefüllt, dass ich das gewichtige Paket getrost in unsere Weihnachtsecke stellen konnte, ohne dass es mich zwickte auszupacken. Es war soviel los bei uns, dass ich erst am Stefanstag meine Geschenke aus den Verpackungen schälte.
Uta aus Halle war meine Wichtelmutter und nach dem Gewicht des Pakets zu schließen erwartete ich ein Gestrick aus Stein- oder Stahlwolle
So sah der Karton aus, als das Papier weg war.
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Nach dem Öffnen war klar: hier konnten nur Wichtel am Werk gewesen sein
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Nach dem Entfernen der Abdeckung sah ich, dass nicht einmal eine Maus hier hätte zwei Schnaufer tun können, so dicht war gepackt
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Als erstes las ich die liebevolle Karte, die mit einem Holzschaf-Anhänger im Umschlag war und stapelte alles auf das Tischchen
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Ich begann mit dem schwersten Päckchen und musste herzhaft lachen: Uta hat mich als Lokalpatriotin entlarvt und einen Kontrapunkt gesetzt. Ein Päckchen Siedesalz aus ihrer Heimat kam aus der Verpackung. Das war jedoch erst der Auftakt. Es folgte ein Päckchen mit Nervennahrung. Der Name Halloren lässt was vermuten? Richtig: die Nascherei kommt aus Halle, und zwar aus der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands. Das Haltbarkeitsdatum verhieß eine Aufbewahrungsfrist bis 8. August. Solange konnten wir nicht warten. Wir benötigten das Naschwerk dringend, um den Schock über diese Reichhaltigkeit zu verdauen.
Dann kamen die nächsten Schafe in Sicht
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Was das wohl ist? Kleenex-Tücher in origineller Verpackung!
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Nun mal eins von den großen Päckchen: noch etwas Typisches aus Utas Heimat, hier nicht zu bekommen. Eine Kathi-Backmischung für eine Händel-Torte und einige Rezeptbüchlein. Darin habe ich mich lange vertieft, weil die nette Dame rechts genauso aussieht, wie diejenige, die auf der Anleitung meiner Empisal-Strickmaschine aus den 60-ern durchs Lernprogramm führt.
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Die Torte werde ich meinem Sohn kredenzen, wenn er aus Weimar kommt, wo er Musik studiert
Dann gab es noch süße Kleinigkeiten: „Gummischäfchen“ in Analogie zu Gummibärchen aus Fruchtsaft. Als Betthupferl gedacht und mit Namen Schlafschäfchen. Dann dachte ich in meiner Verfressenheit: wow! Was für eine gigantische Mozartkugel, es wurde jedoch dem körperlichen Wohbefinden gedacht: es handelt sich um eine Badekugel. Und damit ich in der Wanne nicht nur wohlig plätschern muss, gab es auch noch Lektüre, ein Schäfchen-Krimi, den mein Mann gleich einkassierte.
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Der Angetraute hatte schon untertassengroße Augen und ich kam aus dem Staunen auch nicht mehr heraus; eine weitere Verpackung war zu öffnen. Durch Tasten kam ich nicht dahinter, was darin steckte. Eine Sockenhalterung gegen das Ein-Socken-verschwindet-in-der-Waschmaschine-Syndrom.
Man fädelt die Socken paarweise auf und keine kann entkommen. Da in der Packung zwei Stück waren, bekam mein Angetrauter eines ausgehändigt und der Praxistest wurde mit Bravour gemeistert. Kein mühseliges Zusammensuchen der Paare mehr.
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‚War denn auch was Gestricktes dabei?‘ werdet ihr euch fragen. Wartet’s ab. Zuerst entpackte ich das, was sich durch das Papier eindeutig wollig anfühlte und tadaa! meine Sockenriege wurde durch ein gewünschtes Paar ergänzt: farblich genau meine Linie und mit einem verschlungenen Zopfmuster. Und praktisch obendrein: da das Muster an der Außenseite des Knöchels ist, weiß man genau, welches der rechte bzw. der linke Socken ist. Wie man sieht, passen sie wie für mich gemacht. Dazu eine Banderole, dass die Socke von Uta gefertigt wurde, nebst Garnname und Muster.
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Aber der Knüller kommt noch: das Beste habe ich bis zum Schluss aufgehoben, bitte festhalten, sonst hebt ihr ab. Eine filigrane gestrickte Spitzendecke, die ich euch auf unserer Weihnachtlichen Mitteldecke präsentiere
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Ist die nicht der Hammer? Nach der Weihnachtszeit auf dem Esstisch kommt sie auf unsere Anrichte. Uta sagt, solche Decken tausche sie gegen Socken. Ein Lob an die Künstlerin!
Seid ihr auch so atemlos wie ich? Der Angetraute und ich mussten diese Auspackorgie erst einmal mit einem Griff in die Schachtel aus der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands verdauen. Dann arrangierte ich alle Geschenke noch einmal auf dem Flurtischchen.
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Uta, in meinem ganzen Leben habe ich noch nie ein so reichhaltiges Paket ausgepackt! Kunst auf kleinstem Raum, kann ich da nur sagen. Vielen herzlichen Dank! Bedauerlicherweise habe ich im Eifer des Bildermachens die Kameraoptik verstellt und deshalb sind viele Bilder nicht in der gewohnten Qualität.
Ich habe noch rasch eine Fotostory erstellt, die man sich hier herunterladen kann. Es sind ca. 9MB. Bei "öffnen mit..." empfiehlt sich der Windows Media Player.
Wer einen langsamen ISDN-Anschluss hat, lädt sich das Filmchen am besten herunter und schaut offline, sonst ruckelt es. Bitte auch den Ton einschalten.
http://a.b.c.de1.cc/Wichtel2009_1.wmv

Über meinen eigenen Wichtel berichte ich das nächste Mal, da hängt eine ganze Geschichte dran und das Ende ist noch offen.

2009-11-26
Außergewöhnliche Menschen erfordern außergewöhnliche Geschenke.
Diese ganz besondere Frau ist ein intelligenter, kreativer und selbstloser Mensch, der viel Zeit darauf verwendet, die Bedürfnisse seiner Mitmenschen zu befriedigen. Nein, ich spreche nicht von einer Art Mutter Theresa, das würde sie sicher entsetzen. Vor allem stellt sie ihre Hilfsbereitschaft nicht werbewirksam in den Vordergrund.
Viele profitieren von ihrem Engagement und nehmen es in Anspruch ohne den Menschen dahinter zu kennen. Nur wenige sind in der Lage, dieses nebenberufliche Engagement auch adäquat zu würdigen. Das liegt an ihrer Bescheidenheit und Zurückhaltung, wenn es um ihre eigene Person geht.
Auch ich sehe mich außerstande, ihr nur einen Bruchteil zurückzugeben, was sie mir und anderen zugute kommen lässt.
In Leuchten-Arrangement „Triumvirat“ habe ich versucht, meine Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft zugunsten einer größeren Allgemeinheit auszudrücken. Und daran, dass ich das hier so angeberisch publiziere merkt man schon, dass es mit meiner Bescheidenheit nicht so weit her ist.

„Triumvirat“ besteht aus den drei Grönö-Leuchten vom blaugelben Möbelhaus. Sie sind mit zarten Lacemustern umstrickt, damit das Licht gut durch die filigranen Maschen scheinen kann. Die Leuchtkörper werden mit den empfohlenen Birnen nicht heiß, nicht einmal handwarm. Wer aber ganz auf Nummer sicher gehen will, benutzt Energiesparleuchten.
Beim Garnkauf kam mir eine ganz besonders hilfsbereite Person entgegen: Andrea von „Tolle Wolle“ gewährte mir sogar am Sonntag eine Audienz, damit ich das Geschenk zeitgerecht fertigstellen konnte http://www.tolle-wolle.com/catalog/index.php . Von der Fülle der bunten Stränge in ihrem Büro konnte ich mich kaum lösen. Nochmals herzlichen Dank, Andrea
Das Garn hatte genau die richtige Farbe und verstrickte sich herrlich. Auch die Waschbarkeit ist gewährleistet. Falls die Leuchte einmal einstauben sollte, kann man die Hüllen leicht abnehmen.

Das Triumvirat als Ganzes
http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-dk-jpg.html
Die kleinste Ausgabe habe ich schon vor einiger Zeit in einer anderen Farbe vorgestellt
http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-di-jpg.html
Die mittlere Leuchte
http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-dl-jpg.html
Und die größte
http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-dm-jpg.html
Beleuchtet sehen die Lampen ganz besonders stimmungsvoll aus.
http://www.bilder-hochladen.net/files/1p0s-do-jpg.html

Für die kleinste Leuchte gibt es die Anleitung in deutsch und englisch im DaWanda-Shop
http://de.dawanda.com/product/2780826-Lampenschirm-im-Lacemuster-stricken-Pattern-
Als originelles Weihnachtsgeschenk gut geeignet und schnell gestrickt.
Die kleine Leuchte kostet bei IKEA 4 €.
Bei den anderen Leuchten muss sich die Zeit für eine Anleitung erst finden.

2009-11-20
Hallo, Ira,
habe dein Mail beantwortet, meine Nachricht kommt aber als "unzustellbar" zurück
Ciao
Michaela

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