Willkommen im Stricktagebuch von Michaela
... und immer ein paar Maschen auf den Nadeln
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2014-03-31
Time to say Good-Bye.

Dies wird hier vorläufig mein letzter Eintrag sein. Seit Januar 2005 haben Annie und Kai mir diesen Platz zur Verfügung gestellt, wofür ich ihnen herzlich dankbar bin!
Nun habe ich eigenen Webspace geschenkt bekommen und an meinem Blog gebastelt.
Es ist alles noch nicht so ausgegoren, wie ich es mir vorstelle, aber das Gerüst steht.
Nun ist mir auch klar, wieviel Arbeit so eine Website macht, und warum ich mich so lange davor gedrückt habe.
Zum ersten Beitrag im neuen Blog klickt ihr hier
http://lanarta.de/hallo-welt/
und auf der Startseite findet ihr mein letztes Projekt, die Greenette.
Vielen Dank an die werte Leserschaft! Ihr habt mich stets motiviert, meine Strickstücke hier zu zeigen und mit Geduld meine Geschichtchen gelesen. Ich hoffe, ihr besucht mich auch in meinem neuen Domizil!

2014-03-20
Unser Esszimmer benötigte neue Kissenbezüge für die Stühle, zumindest eine Abwechslung für die eher winterlichen Überzüge, wie man sie hier sehen kann.
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/sonnengelb---a-neccessary-metamorphosis
Das Muster erinnert frappierend an die Drucke auf Vorhängen und Tapeten aus den 70-er Jahren und auch etwas an einige Missoni-Muster.
Damit bin ich ziemlich modern, denn die 70-er feiern wieder fröhliche Urständ.

Noch immer hatte ich jede Menge Lacotta-Garn in 13 Farben.
Wie jedem*r Betrachter*in aufgefallen ist, habe ich das Surf-Muster recycelt.

Für jedes Kissen arbeitete ich mit dem Handstrickapparat einen langen Streifen, doppelt so lang wie eine Kissenseite zuzüglich 20cm Überlapp für den Hotelverschluss. Das Wellenmuster ist exakt mittig platziert.
So ging ich vor:
- Wickelanschlag und 10-12 Reihen 1/1 Rippenstrick mit einer der beiden Hauptfarben pro Kissen
- Umhängen und stricken, bis das Muster beginnen soll
- Erste Hauptfarbe in den B-Teil des Nüsschens einlegen, die Musterfarbe in A.
- Muster gemäß eigener Berechnung wiederholen, mit Hauptfarbe zwei enden, gleiche Reihenzahl, wie die glatt-rechts Reihen in Hauptfarbe 1
- Auf Rippenstrick umhängen und wieder 10-12 Reihen 1/1 Rippen stricken
- abgekettet habe ich nach der Methode von Diana, es gibt eine schöne feste und ästhetisch ansprechende Abkettreihe
http://www.youtube.com/watch?v=79DXVRnESLw

Anmerkung:
Gestricktes in Norwegertechnik ist schmaler und höher als glatt-rechts Gestricktes in einer Farbe. Daher muss man zwei Maschenproben machen, um zu sehen, wie man die beiden Techniken mit der Maschenweite angleicht, um in der Breite das gleiche Resultat zu bekommen.
Meine Maschenweiten waren MW 10 für den Musterteil, MW9 für das Glattgestrickte und MW5 für den Rippenstrick.

In meinem nächsten Eintrag wird es eine kleine Überraschung geben.

Hier noch einige Bilder mehr
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/70s-retro-oder-furn-ar

2014-02-25
Meine älteste Nichte wird volljährig, nämlich viereinhalb.
Da sie immer gutwillig meine Stricksachen trägt, wird sie damit auch reichlich versorgt.
Dieses Mal wurde ich im neuen ROWAN Heft fündig, das ausgesprochen viele tragbare Sachen aufweist, nicht immer selbstverständlich. In dieser Saison wird es bunt und grafisch.
Eine meiner Nachbarinnen ist Chefeinkäuferin für einen bekannten japanischen Designer. Mehrmals im Jahr fliegt sie nach Paris, um für die Boutique in Zürich Modelle für die teilweise berühmte Kundschaft auszusuchen und zusammen zu stellen. Davon profitiere ich auch, denn sie bringt viele Broschüren von Designern mit, die über die Trends der Saison Aufschluss geben und genüsslich durchgeblättert werden. Schnappatmung wird vermieden, die Preise stehen nicht dabei.
In diesem Sommer sind es grafische Muster, Rechtecke, Quadrate, Streifen in kräftigen Farben. Lange Röcke in Streifen, wie man sie früher auf Matratzen oder Liegestühle hatte, Punkte, wie wir sie aus den 80-ern kennen. Strenge Muster werden durch knallige Farben gemildert.
Das neue ROWAN-Heft hat den Trend gut aufgegriffen, hier kann man sowohl einige Modelle betrachten, als auch das Heft auf Deutsch bekommen http://www.wolleunddesign.de/buecher/rowan-strickbuecher/rowan-magazine/rowan-magazin-55-knit-rowan.php
Alle Modelle sieht man hier
http://www.wolleunddesign.de/buecher/rowan-strickbuecher/rowan-magazine/rowan-magazin-55-knit-rowan.php

Im Modell „Surf“ habe ich die Richtung zu den kräftigen Farben eingeschlagen und den Pullover in Größe 36 gestrickt.
Ich traue mich kaum zu sagen, dass ich auch wieder die Lacotta eingesetzt habe, und zwar 353 Gramm in elf Farben. Wie bereits berichtet, hatte ich davon die Reste zu einem günstigen Preis aufgekauft. Das Garn mit knapp 150m Lauflänge auf 50g schafft es gut paraffiniert gerade noch bei höchster Maschenweite über die Strickmaschine.
Es dauerte ewig, bis ich mich für einen Farbverlauf entschieden hatte, und letztlich sah er am fertigen Stück doch anders aus als an der Maschenprobe.
Da das Probestück anders ausfiel als im Original habe ich den ganzen Pullover, einschließlich der Taillenabnahmen mittels Dreisatz umgerechnet, also lediglich die Designidee übernommen. ROWAN lässt wie üblich an der Schnittzeichnung einige Fragen offen.
Es wurde also eine Übersetzung für die Maschine gemacht, eine Lochkarte mit dem Muster erstellt und losgelegt. Erstaunlicherweise ließen sich die Leibteile relativ störungsfrei stricken, aber die Gemütlichkeit wurde jäh durch das Hinabfallen zweier Maschen gestört, natürlich ca. 25 Reihen vor der Schulter. Da machte ich keinen Rettungsversuch: der Rest wurde mit Nadelstärke 3mm von Hand zuende gestrickt.
Bei den Ärmeln startete ich vier Versuche, keine Ahnung, warum diese so widerspenstig waren.
Die Ärmelabnahmen aus der Anleitung sind nicht praktikabel. Nach der Schrägung gehen sie nicht in eine Schulterrundung über, sondern brechen fast jäh ab. Hier empfehle ich Anpassung.

Das Fädenvernähen war die reinste Freude! Insgesamt brauchte das über vier Stunden, ich wollte die Fäden nicht einweben, es sah nicht gut aus. Die Farbe wurde alle 5 Reihen gewechselt, was eine gleichmäßige Verteilung der Fadenenden gewährleistete.

Den Kragen, in Fachkreisen „Müllschluckerkragen“ genannt, arbeitete ich mit Italienischer Befestigung, das ist immer sehr zeitraubend, sieht aber von innen und außen extrem ordentlich aus. Am längsten dauert es, die Maschen der Leibteile gleichmäßig verteilt auf die Kragennadeln zu frickeln.
Handstricker sind häufig der Meinung, die Maschine nähme einem so viel ab. Weit gefehlt! Die Ausarbeitungszeit ist ja mindestens genauso lang, und dazu kommt auch die Planungszeit, die diejenige eines Handstrickmodells meistens weit übersteigt. Handstrickanleitungen sind praktisch auf die Maschine nicht übertragbar. Häufig hört man auch, dass Strickteile, die auf dem Handstrickapparat angefertigt wurden, auch so aussähen. Man würde die maschinelle Arbeit sehen. Ja, gepriesen sei das Vorurteil! Bei meinen Stricksachen ist das definitiv nicht der Fall. Seltsamerweise werden gerade meine komplizierten Handstrickarbeiten der Maschine zugerechnet, dabei ist der Handstrickapparat doch gerade dafür prädestiniert, einem die Deppenarbeit des Glattrechts-Strickens bei einfacher Schnittführung abzunehmen, so dass man sich Zeit für anspruchsvolle Handstricksachen freischaufeln kann.
Von der Vorstellung, dass alle Modelle in den Strickheften von fleißigen Händchen genadelt werden, darf man sich auch verabschieden. Viele, die auf der Basis glatt rechts gestrickter Fläche aufgebaut sind, werden auf dem Handstrickapparat angefertigt. Das war mir früher schon in alten Verena-Heften aufgefallen.
Sei es drum: ein Strickstück adelt sich nicht dadurch, dass man ewig lang dran gesessen hat, und es wird nicht dadurch abgewertet, dass man die teilweise komplizierte Technik eines Apparates nutzt.

Das nächste Projekt kommt aus der Recyclingschmiede. Ich verrate nur soviel, dass es ebenfalls wieder aus der Lacotta gearbeitet wird und siebenteilig ist.

Deutlichere Bilder:
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/surf

2014-02-16
Wie üblich sind Ende Januar (siehe vorigen Beitrag) und im Februar Geburtstagsgeschenke fällig. Da mittlerweile auch die Verwandtschaft mitliest, müssen die Veröffentlichungen sorgsam geplant werden

Der Bruder bekam den Schal namens Coffee & Tiramisu.
Vom Farbverlaufsgarn DROPS Delight hatte ich nur 100g, so dass ich mit grauen Sockenwollresten -ich meine, von Rödel-, aufgestockt habe. Insgesamt wurden knapp 200g vernadelt, mit Nadelstärke 3.
Der Schal sieht von hinten und vorn fast gleich aus. Meinem Bruder war das noch gar nicht aufgefallen, erst, als wir drüber gesprochen haben. Er hat sich sogar extra eine passende braune Strickjacke dazu gekauft, sonst nahm er immer schwarz. Er stellte fest, dass die Kombination sehr elegant aussähe, das freut das Strickerinnenherz.
Die Anleitung für erfahrene Stricker*innen (nichts für Anfänger) von verkürzten Reihen findet ihr im Ravelry-Link unten.

Der fliederfarbene Schal ist aus 133g Angoramischung. Der Schal wurde mit dieser Minimenge an Garn erstaunlich lang, und er ist 22cm breit. Das Muster war einmal ein Experimentiermuster für Socken, reversibel, d.h., beidseitig gleich aussehend.
Der Schal kommt zunächst einmal in die Geschenkekiste.
Ich wollte das Garn aufbrauchen, denn ich habe beschlossen, das Stricken von Angorawolle zu lassen. Das hat zwei Gründe: einerseits muss ich dabei immer wieder niesen, zum anderen wird das meiste Angoragarn mit einem für die Tiere unzumutbaren Verfahren gewonnen, um es für den Markt günstig anbieten zu können. http://www.peta.de/Angora
Ein Angoragarn, das tierfreundlich erzeugt wird, wäre für mich unerschwinglich. Es gibt so viele andere schöne Garne, da muss ich es nicht haben. Man isst ja auch nicht immerzu Kaviar oder Hummer und kann sich auch ohne diese Nahrungsmittel aufs Leckerste ernähren.
Die Kunst ist ohnehin, aus den einfachsten Mitteln die schönsten Sachen zu zaubern.

http://www.ravelry.com/projects/LanArta/coffee--tiramisu
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/fluffy-lilac

2014-01-26
Frickelfrickel, stöhnstöhn!

Erinnert ihr euch noch an die Sprechblasen in den Donald-Duck- und Mickymaus Heften?
Zu damaliger Zeit waren Comics verpönt und wurden als Begründung für die allgemeine Lesefaulheit und den Rückgang der Sprachgewandtheit verantwortlich gemacht.
Mein Vater musste einst zum Elternsprechtag anrücken, an dem ihm mitgeteilt wurde, seine Tochter würde diese entsetzlichen Bilderheftchen lesen. Mein Vater konterte, dass ich auch die Tageszeitung und alle Bücher läse, derer ich habhaft würde, insofern könnten die Heftchen wohl kaum für mangelnde Ausdrucksform herhalten.
Was er nicht zugab: er las sie selbst gern. Bei uns gab es hauptsächlich die Walt Disney-Hefte, aber auch anderes, auf das ich zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen werde.
Die Niveaulosigkeit, die den Comics seinerzeit zugeschrieben wurde, war nicht annähernd so platt, wie man ihnen das gern unterstellte. Zugegeben: Gut und Böse waren noch eindeutig erkennbar und manifestierten sich in unmissverständlicher Weise in bestimmten Personen.
Die Namensgebung in den Donald-Duck-Heften und die Übersetzungen sind genial. Dr. Erika Fuchs übersetzte bis ins hohe Alter die Mickymaus-Hefte und erfand die originellsten Sprechblasen-Inhalte http://www.erika-fuchs.de/ , https://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Fuchs . Ihrer Meinung nach konnten Übersetzer von Comics nicht gebildet genug sein, und die eingangs erwähnten Begriffe in Inflektivform haben sogar eine spezielle Benamsung bekommen, den Erikativ.

Noch in nicht allzu ferner Zeit musste ich grinsen, wenn Klaus Kleber und Gundula Gause die Tagesschau moderierten, vor meinem Inneren erschienen stets Klaas Klever und Gundel Gaukelei.

„Frickelfrickel, stöhnstöhn!“ dachte ich des Öfteren, wenn ich an dem Bären, noch ohne Namen, werkelte.
Es ist die Nummer neun der zehn offenen Posten im Oktober und wurde bereits im Sommer 2012 begonnen.
Nach dem Muster von HeidiBears http://heidibearscreative.blogspot.de/2011/09/lollo-african-flower-bear-pattern-is.html entstand dieser Bär aus lauter African Flowers.
Irgendwann verlor ich die Lust, die Sockenwollreste mit fünf! verschiedenen Nadelstärken von 1,25mm – 2,25mm zu häkeln. Das Anfertigen der Rosetten ging noch flott, da die letzte Runde erst beim Zusammenhäkeln entstand.
Als ich das Werk vor 14 Tagen wieder aufgriff, meinte ich, es sei ja nicht mehr viel zu tun, weil die Patches für Arme, Beine und den Kopf in Einzelteilen schon vorlagen. Da irrte ich mich aber gewaltig, denn jetzt ging es erst richtig los. Das Zusammenfrickeln „on the go“ erwies sich als langwierig, wenngleich nicht sonderlich kompliziert, denn die Designerin schildert j-e-d-e Einzelheit in epischer Breite, mit Bildern und in Form rhythmischer Wiederholung.
Mag jemand die Seitenzahl raten? In 44 MB sind 179 bebilderte und reichhaltig betextete Seiten untergebracht.
Mag jemand wissen, wieviel Zeit in dem Bärchen steckt? Pro Fleckerl ist eine halbe Stunde zu rechnen, insgesamt sind es 81 Patches. Dazu kommt noch die Montagezeit von zwei Stunden, in denen man Arme, Beine und Kopf an den Rumpf anbringt, nicht zu vergessen, Augen und Ohren. Die Gliedmaßen an meinen Bären sind beweglich, was ich dank einer langen Polsternadel geschafft habe, die ich durch den Rumpf stechen konnte.
Alle Teile sind übrigens mit 6-facher Zahnseide angebracht, was es selbst einem rabiaten Kleinkind erschweren wird, die Teile abzureißen.
Vor dem Waschen roch der Bär leicht nach der Pfefferminze, mit der die Zahnseide behandelt wurde.
Insgesamt vernadelte ich 230g Sockengarne, bei der Nadelstärke 1,25mm teilte sich der Faden gerne, sehr lästig.
Was auf den Bildern in Ravelry gar nicht so sehr zu Tage tritt: das Viech wird riesig! Das hiesige ist gute 50cm hoch, da bin ich gespannt, wie die ab morgen zweijährige Nichte das händelt.
Weil ich den Bären vor dem Versand noch waschen wollte, wurde es knapp mit dem Fotografieren. Hätte ich das mal vorher gemacht. So konnte ich nur einige Bilder im Dunkeln und im Halbdunkel hinstümpern, die Bauleuchte hatte überflüssigerweise das Zeitliche gesegnet.

Vorerst habe ich von den Afrikanischen Blumen genug. Aber vermutlich werde ich für meine beiden Nichten je ein Pony machen, für den einen Neffen den Frosch und den anderen Neffen das Nilpferd oder das Nashorn. Und ich werde die Patches zusammennähen, das geht definitiv schneller.

Größere Bilder
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/lollo-the-african-flower-bear

2014-01-18
In der Regel werden im Januar Statistiken und Bilanzen zusammengestellt, die Erfolg oder Misserfolg des vergangenen Jahres dokumentieren.
Ich habe das auch gemacht, um einen Überblick zu bewahren, wie sich Garnverbrauch und Garnerwerb zueinander verhalten.
Im Jahr 2013 sind 5700 g Garne bei mir eingetroffen. Ich sage nicht, das Garn wurde alles erworben, teilweise bekam ich es geschenkt, zu einem anderen Teil wurden Qualitätsgarne in Sockenwollstärke unter Einkaufspreis geschnäppchent. Kann man ja immer brauchen, nicht war?

Leider bin ich im Verarbeiten nicht so erfolgreich gewesen wie im vergangenen Jahr, obwohl ich im letzten Jahresdrittel von 2013 sogar noch etliches Angefangene von 2012 beendet hatte. Die nackten Zahlen belegen folgendes: 2012 kamen 8400g Garn ins Haus, es wurden 18646g verwertet, das ist ein Verhältnis von Alt- zu Neugarnen von 2.22, also mehr als doppelt so viel verstrickt als erworben.
In 2013 wurden knapp 7kg verarbeitet, das Verhältnis ist also 1.22, es wurden somit ca. 1/5 oder knappe 25% mehr vernadelt als eingegangen ist. Immerhin 1,3 kg gingen damit von der Gesamtwollmenge weg.

Wie sieht das nun in verarbeiteten Metern aus? 2012 wurden 47600m abgewickelt, daraus ist zu entnehmen, dass die durchschnittliche Lauflänge 225m / 100g beträgt. Da hätte ich geschätzt, eher dünneres Garn verarbeitet zu haben. Allerdings wurden etliche Kilos in Hyperbole gesteckt und diese habe ich überwiegend mit Nadelstärke 5mm und gefachtem Garn gehäkelt.
2013 wurden 26700 Laufmeter verwurstet, das ist eine durchschnittliche Lauflänge 387m/100g. War ich also doch nicht so faul, zumal 4kg in 2012 mit der Strickmaschine vernadelt wurden, 2013 war das weniger.
Das wird sich 2014 ändern: es wurden schon etliche Maschenproben gemacht und die Maschinen ordentlich bewegt.

Eine beachtliche Steigerung gab es hier im Stricktagebuch: eine Zunahme um 36280 Besucher*innen im Vergleich zum Vorjahr, das sind pro Monat über 3000 Besucher*innen mehr. Und das, obwohl das Tagebüchlein ja schwer versteckt ist.

Danke, danke, danke der verehrten Leserschaft!

Mangels Fertigstellungen zeige ich hier einen Beitrag zu einem Wettbewerb in 2012, der jedoch nicht angenommen wurde. Macht nix. Die drei Nanas mit dem Titel „Tanzende Waldnymphen“ sind eine Hommage an bekannte Prekariatsnamen. Ich finde, diese hübschen Namen werden völlig zu Unrecht zu Lästerzwecken herangezogen und verdienen diese entwürdigende Behandlung keineswegs.
Die drei Nymphen heißen daher Schantalle, Schakkeline und Mischelle.

Gehäkelt wurden sie nach dieser Anleitung mit Nadelstärke 3mm aus Baumwollresten und Stickgarn. http://www.nadelspiel.com/2012/03/10/aktualisierte-hakelanleitung-amigurumi-nana-2-0/
Es hat Spaß gemacht, denn sonst wären es nicht drei Stück geworden.

Um noch einmal auf die Namensgebung zurück zu kommen: Elfriede Hammerl stellt in einer Rede fest: „Das Deutsche kennt mittlerweile, zumindest informell, den Terminus ‚Kevinismus‘. Im Internet finden sich dazu grausam spöttische Definitionen, zum Beispiel diese: An Kevinismus Leidende hätten empfindliche synaptische Störungen, die dazu führten, dass sie unfähig seien, menschlichem Nachwuchs sozial verträgliche Namen zu geben. http://www.profil.at/articles/1037/574/277663/elfriede-hammerl-kevin-diagnose-die-angst-gleichheit

Dabei hat der Kevinismus, bzw. die weibliche Variante, der Chantalismus, so viele schöne Namensgebungen zu bieten. Ich verweise auf diesen Link, der unfassbar viele Anregungen für künftigen Nachwuchs bietet. http://chantalismus.tumblr.com/

Ist jemand von der werten Leserschaft unzufrieden mit seinem eigenen strunzdeutschen Vornamen? Dem kann abgeholfen werden. Der Chantalisator (auch für Männer) schafft Abhilfe. http://www.chantalisator.de/

Ich möchte zukünftig bitte - harmonierend mit meinem Nachnamen - „Milou-Zoé“ genannt werden. Der Angetraute hört ab jetzt auf MELVIN-PHOENIX.

Hier die Waldnymphen präsentabel
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/amigurumi-nana
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/amigurumi-nana-2
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/amigurumi-nana-3
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/amigurumi-nana-4

2014-01-05
Die beiden angekündigten Fertigstellungen No 3 und No 4 von zehn angefangenen und liegen gelassenen Projekten standen noch aus präsentiert zu werden, sie waren gleichzeitig auch Weihnachtsgeschenke.
Zunächst ein Bild in der Schattenstrick-Technik. Ich hatte es im vorvergangenen Jahr im Herbst angefangen, es sollte gleichzeitig Hochzeits- und Weihnachtsgeschenk für Schwägerin und Schwager werden.
Ich habe das Glück, mit zwei gleichermaßen angenehmen und intelligenten Schwägerinnen gesegnet zu sein. Eine ist fast zu schlau. Sie hatte nämlich mein Stricktagebuch gefunden, indem sie den Namen auf den Labels in den Stricksachen konsultierte und guugelte. Daher wollte ich das fertige Bild nicht einstellen. Ich war aber einigermaßen verblüfft, als die Schwiegermutter berichtete, dass meine Schwägerin vor lauter Neugierde das Paket schon 14 Tage vor dem Heiligabend auspackte. Die Schwiegermutter brachte die Geschenke vorab an den Bodensee, weil die Schwiegerfamilie über Weihnachten nicht zuhause war.

Das Bild wurde mit der nun schon häufig vorgestellten und nicht mehr erhältlichen Lacotta gearbeitet, fünf Farbtöne, bei denen jeder einmal den Vorder- einmal den Hintergrund bildet. Es ist 80 cm x 80 cm groß, und das Design stammt von mir. Ich werde jedoch keine Anleitung schreiben, wer Spaß am Schattenstricken hat, kann hier Motive bestellen oder lernen, wie man selbst welche entwerfen kann. http://woollythoughts.com/illusions.html
Oder auf deutsch bei Nadelspiel http://www.nadelspiel.com/2013/01/27/schattenstricken-ganz-einfach/

Die Nummer vier zehn von war nicht nur letztes Jahr ein Flop.
Mit der Maschine wollte ich eine Weste für meinen Vater stricken. Im Jahr 2012 kämpfte ich mit Maschenproben und Berechnungen mit dem Fully-Fashioned-Strickrechner. Die Teile wurden stets so groß, dass sie mehrfach aufgetrennt werden mussten. Schließlich ribbelte ich alles bis auf die Maschenproben und startete im Dezember 2013 einen weiteren Versuch, diesmal, indem ich das Schnittprogramm von DK 7 nutzte. Hier musste ich erst einmal zahlreiche eigene Fehler ausmerzen, bevor ich einen brauchbaren Schnitt hatte. Wieso machte es mich eigentlich nicht stutzig, dass für die Vorderteile weniger als die Hälfte der Maschenzahl für den Rücken angegeben waren? Auf meine Dreisatzberechnungen war bisher immer Verlass, aber kaum berufe ich mich auf Hilfsmittel, geht alles schief.
OK: ich habe mich nun etwas ins Programm eingefuchst und weiß nun, worauf ich zukünftig achten muss.
Die Weste fand zwar Anklang bei meinem Model, nicht jedoch beim Beschenkten, der sie als zu anliegend einschätzt und auch die Farbkombi nicht so prickelnd findet. Mein Angebot, die Blende zum Doppelreiher zu erweitern, wurde abgelehnt. Er brachte sie mir wieder, und nun wird sie anderweitig verschenkt. Die Weste wurde aus Sockengarnen der Fa. Peterle und Regia-Design-Line mit der Maschine gearbeitet, und im Gegensatz zum letzten Mal konnte ich die Teile ohne Fehler und ohne Unterbrechung an einem Abend stricken. Das genügt mir schon als Erfolgserlebnis.

Wann die beiden fertig zu stellenden Teile No 9 und No 10 erlöst werden, ist noch nicht klar, obwohl: das neunte Stück muss Ende Januar zum Geburtstag der jüngsten Nichte beendet sein. No 10 ist etwas, worauf mein Mann seit vier Jahren wartet. Und dann tauchten noch drei weitere angefangene Projekte auf, aber ich werde mich noch heute ganz lässig an die Strickmaschine setzen und einen Ärmel stricken, der gleichzeitig Maschenprobe sein wird.

Drei und vier sind auch in Ravelry zu sehen
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/rhomb-in-rhomb
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/classical-vest

2013-12-19
Neben der löblichen Vollendung übers Jahr angefangener Stricksachen mussten auch Weihnachtsgeschenke angefertigt werden, wobei das eine das andere nicht ausschloss. Die Nummer 8 ist so ein Fall und kommt im Doppelpack daher.
Im Juli wünschte sich der Vater gaaaaanz dünne Socken. Ich kürze die Problematik erzählerisch brutalstmöglich (gibt’s den eigentlich noch?) ab. Problem Nr. 1: dreifädiges Sockengarn gibt es nur von Regia und fast ausschließlich in Geriatriefarben. Lösung: ich nahm Lana Grossa Merino Lace 400 mit 400m/50g, weil Regia nur übers Internet zu bekommen war und die Merino Lace als maschinenwaschbar ausgelobt ist.
Problem Nr. 2: ich bin an der Strickmaschine gescheitert. Jedes Sockenpaar wurde mehr als 20 Mal begonnen und wieder aufgezogen. Schließlich hatte ich von jedem der zwei Paare einen Socken. Trotz Nachtschicht bis vier Uhr morgens gelang es mir nicht, jeweils den zweiten passenden Socken zu beenden. Das Projekt wurde am 14. August eingestellt, bzw. stillgelegt. Das Garn ist bewundernswert. Es hat das mindestens zwanzigmalige Auftrennen nicht übelgenommen. Schließlich strickte ich mit Nadelstärke 1,75 die beiden Paare von Hand, das beigefarbene nach diesem Muster von der Zehe aus. http://www.ravelry.com/patterns/library/time-traveler-socks
Langweiliger war selten, und das mit 92 Maschen und über 250 Runden pro Socken. Die Passform scheint mir nicht so prickelnd.
Das andere Sockenpaar ging nach dieser kostenlosen Anleitung auf deutsch und strickte sich trotz gleicher Maschen- und Reihenzahl viel flotter. Mir scheint auch die Passform besser. http://www.ravelry.com/patterns/library/hugo-4
Dummerweise musste ich je ein Knäuel nachkaufen, und es gab bei den Hugos einen Farbunterschied.
Gut: man muss auch Misserfolge ertragen, denn diese gab es auch gleich beim nächsten Projekt, das ebenfalls streng nach Anleitung gearbeitet wurde.
Für meine Schwägerin und meinen Bruder sollte es gefilzte Hausschuhe geben, und zwar nach dieser Anleitung. http://de.dawanda.com/product/55279127-Anleitung-Filzstiefel-mit-Rollkragen-Gr-37---44
Die Anleitung ist ganz prima, ich hätte mich nur nicht an die Empfehlung für die Nadelstärke 6 mm halten dürfen. Bisher habe ich mit Nadelstärke 8mm Gestricktes sehr erfolgreich gefilzt, jedoch drei Paar mit 6mm gestrickt schrumpften weder bei der 60-Grad-Wäsche, noch bei den anschließenden beiden 90-Grad-Wäschen aufs gewünschte Maß. Sehr ärgerlich, denn somit hat man für ca. 25 € Garn verhunzt. Ja, Hauspuschen zu filzen ist mit herkömmlichem Filzgarn kein billiges Vergnügen. Dazu kommt noch das Latex (ca. 3 € pro Paar) und das Garn für die Bündchen. Wenn man bedenkt, dass man gefilzte Walkwollpuschen schon für 7 € das Paar kaufen kann, sind handgearbeitete im Vergleich ein teures Hobby.
Ich überlegte also, was zu tun sei und schnitt die Schuhe passend zurecht, zum Glück nahm meine Nähmaschine den Filzstoff gerade noch an.
Am Garn hat es nicht gelegen, ein Probestück mit 8mm gestrickt schrumpfte erwartungsgemäß, in Zukunft werde ich das wieder so handhaben, da ich mit Nadelstärke 6mm anscheinend zu fest stricke, was dem Garn kaum noch Bewegungsspielraum zum Filzen lässt.
Die Bündchen sind quergestrickt aus DROPS-Delight-Garn mit einem Muster aus verkürzten Reihen, selbst entwickelt, wird nicht aufgeschrieben. Sie wurden doppelt gefaltet mit Matratzenstich an den Fuß genäht.

Meine Eigenkreation hat mir dann mehr Freude bereitet, ein Sternkissen mit Spieluhr für meine jüngste Nichte. Aus DROPS-Delight habe ich zwei Sterne aus sechs 60-Grad-Rauten gestrickt. http://www.mathematische-basteleien.de/raute.htm (bis ca. Mitte scrollen)
Vorgehen pro Raute: Maschenzahl wählen und pro Raute genauso viele Krausrippen wie Maschen stricken. Dabei in jeder Hinreihe rechts am Rand eine Masche zunehmen, links am Rand eine Masche abnehmen, das ergibt die Schräge. Wenn die Raute beendet ist, zum linken Rand stricken und aus den Randmaschen die gewünschte Maschenzahl für die neue Raute aufnehmen, auf diese Weise 6 Rauten aneinander stricken. Erste und letzte Raute verbinden. Ich habe die Rauten mit freier Swingtechnik gemacht, dafür gibt es keine Anleitung.
Die beiden Sterne zusammen nähen und mit Füllwatte ausstopfen. Dazwischen die Spieluhr befestigen. Spieluhren in großer Auswahl gibt es hier http://www.spieluhr.de/spieluhren/kuscheltiere.asp
Mützen kann man nie genug haben, insbesondere dann nicht, wenn ab und an irgendwo eine liegenbleibt, jedoch genau dann wieder auftaucht, wenn eine neue vorhanden ist. Auf diese Weise hat der Mützenträger nun vier Mützen, die wahlweise irgendwo liegen bleiben können.
Hier wurden Reste von anderen Projekten nach der kostenlosen Knitty-Anleitung (nur auf englisch) vernadelt.

Link Hugosocken
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/hugo

Link Geriatriesocken
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/time-traveler-socks

Link Filzstiefeletten
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/felty-feet---umfilzte-fue

Link Stern
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/star-meets-amazing-grace

Schädelspalter-Mütze
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/skullcracker

2013-12-01
Hier Nummer sieben von den offenen Strickposten, das Tuch „Herbststimmung“.
Erstmalig habe ich an einem Teststrick teilgenommen. Birgit von Fadenzaubereien http://www.fadenzaubereien.de/ hat für erfahrene Strickerinnen von verkürzten Reihen, in diesem Fall „Swing-Stricken“, ein Tuch mit dem Namen „Kashgar“ designt, das die verschachtelte Stadt symbolisieren soll. Gemeinsam arbeiteten wir an den einzelnen Paneelen, die aneinander gestrickt werden sollen. Dabei konnte sich jede aussuchen, wie lang die Paneele werden, ob die Abstände zwischen den Farbbereichen in der Hauptfarbe oder einer abstechenden Nebenfarbe gearbeitet werden, wie die Zunahmen erfolgen, ob es ein Tuch oder ein Poncho werden sollte und wie die Umrandung gestaltet wird. Die einzige Vorgabe war, dass die Farbfelder im angrenzenden Paneel weiter laufen, sowie Farbfeldbreite und die Zahlenfolge für die Verkürzungen.
Die Erfahrungen haben wir mittels Skype zusammen getragen und ausgetauscht. Hier können die vielen eigenständigen Werke, die aus der gleichen Anleitung entstanden sind, betrachtet werden https://plus.google.com/photos/115192181481447476923/albums/5919737644240120065?hl=de&partnerid=gplp0
Ich habe in der Nebenfarbe einen breiten Rand gestrickt und diesem mit der Hauptfarbe einen I-Cord angefügt, um ihm die Strenge zu nehmen.
Das Garn ist von Wollgarnspinnerei Ferner ‚Color Flow‘, und ich habe mit Nadelstärke 3,5 gestrickt. Von der Color Flow habe ich 500g verarbeitet, von dem braunen Sockengarn knapp 70g.
Es war ein sehr angenehmes Teststricken und die Anleitung wird es demnächst auf deutsch und Englisch geben. Sie ist sehr gut ausgearbeitet und mit Diagramm. Dennoch: wer nicht darin geübt ist, das freie Stricken mit verkürzten Reihen zu praktizieren, wird scheitern. Es ist keine Anleitung, in der jede Reihe beschrieben ist. Es müssen an vielen Stellen eigene Entscheidungen getroffen werden, wie man weiterstricken möchte.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal die Unterschiede beschreiben zwischen Modellen, die nach berechneten Vorgaben und solchen, die ohne Vorgaben gearbeitet sind. Am besten kann man es an den verschiedenen Anwendungen des Swing-Strickens erläutern, wie es von Heidrun Liegmann ausgearbeitet wurde. Die Technik „Swing-Knitting“ ist mittlerweile mit einer Schutzmarke versehen (Trademark). Hier wird unterschieden zwischen „Swing-Light“, einer Technik, bei der die Art der Verkürzung oder Verlängerung der Reihen genau vorgegeben ist und den klassischen Swing-Stricken, bei der die Strickerin die Maschenzahl der Farbfelder und die Verkürzungsrhythmen selbst festlegt.
Projekte aus Swing-Light erkennt man meistens daran, dass die Formen/Farbfelder bei den verkürzten Reihen alle gleich aussehen, ggf. gespiegelt werden, und im gleichen Rhythmus angeordnet sind, bzw. der Rhythmus wiederholt sich. Hierzu gibt es Anleitungen, deren Projekte sich in der Regel sehr ähnlich sehen, wie bei üblichen Anleitungen. Das Modell A von X wird dem Modell A von Y also erkennbar gleichen und jede Strickerin kann es nacharbeiten.

Im Gegensatz dazu hat das freie Stricken der verkürzten Reihen bestimmte Regeln, die befolgt werden. Die Formen/Farbfelder sind sich zwar selbstähnlich, aber nie gleich. Im Falle von Swing-Light weiß ich genau, was ich in Reihe 87 zu tun habe und wie das Projekt bis dahin aussehen wird. Beim traditionellen freien Swing-Stricken ist das nicht so. Ich weiß zwar aufgrund meiner Markierungen mittels Sicherheitsnadeln was zu tun ist, habe aber keine Ahnung, wie sich das Projekt bis dahin gestaltet.
Für das freie Swing-Stricken kann es daher keine Anleitung geben, weil Reihe für Reihe mit sämtlichen Nadelmarkierungen beschrieben werden müsste. Es kann daher auch nie zwei identische Projekte geben, denn wenn nur eine Nadelmarkierung anders ist, können sich die nachfolgenden Felder anders gestalten.
Für erfahrene Swing-Strickerinnen reichen wenige Angaben, kaum mehr als 6-10 Zeilen, dann kann etwas Ähnliches, aber nie Gleiches nachgearbeitet werden.
Wer das freie Swing-Stricken lernen möchte, kann sich das mittels der Workshops von Heidrun Liegmann aneignen oder bei ihr Präsenz-Kurse besuchen. http://swing-stricken.de/
Bei der Anleitung von Birgit muss das freie Swing-Stricken beherrscht werden. Es reicht nicht, wenn man das ein oder andere Projekt in Swing-Light gestrickt hat. Die Workshops 1,2,3 und 5 müssen durchgearbeitet, nicht durchgelesen sein, sonst kann man mit der Kashgar-Anleitung gar nichts anfangen.

Hier die größeren Bilder
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/autumnal-mood---herbststimmung

2013-11-23
Zu den lange liegen gebliebenen Sachen gehören die beiden (bzw. drei) Häkelarbeiten.
Von den zehn offenen Posten im Oktober würde ich diese beiden als Nr. 3 und Nr. 4 bezeichnen.
Nr. 5 und Nr. 6 sind zwar auch schon beendet, dazu will ich mich nicht äußern, weil die zu Weihnachten damit Beschenkten hier mitlesen ;-)

Zuvor noch ein paar Sätze zu einer Frage, die im www.strickforum.de aufgetaucht ist: „Kann man Stricktechniken mittels Videos/Filmen erlernen?“
Es gibt mittlerweile Abertausende von Lernvideos in unterschiedlichen Qualitäten. Leute, die gerade begriffen haben, wie eine bestimmte Strick-Technik funktioniert, demonstrieren mit mieser Kamera-Einstellung, katastrophalem Licht und schattenwerfender oder spiegelnder Projektion, wie man es nicht machen soll. Dann gibt es Filmchen, bei denen die Autoren offenkundig nicht begriffen haben, dass ein Bild mehr als tausend Worte sagt, sie ermüden einen mit einer Diarrhoe von Erklärungen über die banalsten Handgriffe, anstatt sie einfach zu zeigen.
Und ich greife aus dem Konvolut der Schrotterzeugnisse noch diejenigen heraus, die völlig falsche Methoden vermitteln, die für den Moment zwar einfach und richtig aussehen können, aber bei der Vertiefung der Technik zeigen, dass man darauf nicht aufbauen kann und umlernen muss.
Dabei meine ich nicht unterschiedliche Herangehensweisen oder die Methodik in verschiedenen Ländern oder Kontinenten, sondern ganz einfach falsche Abläufe, wie zum Beispiel die Stricktechnik einer linken Masche. Wenn bei diesem Basiselement schon fehlerhafte Grundlagen gelernt werden, kann alles, was darauf aufbaut, nur zu entmutigendem Strickmurks werden.
Diese drei Arten von „Lernvideos“ erzeugen für den Begriff e-Learning keine gute Reputation, leider ist das der größte Teil der gelisteten Filme.
Wie soll nun eine Strickanfängerin aus der Fülle der Videos die tauglichen heraus finden?
Nach meiner Meinung fast unmöglich. Das gelingt nur, wenn man schon eine halbwegs solide Basis hat. Diese verschafft man sich am besten mittels eines guten Grundlagenbuches, das die Anfängerin bis ins hohe Können hinein begleitet. Hierbei sind drei Basisbücher aus allen Preislagen besonders empfehlenswert und austauschbar.
http://www.buecher.de/shop/haekeln/die-grosse-strickschule/jaacks-hanna/products_products/detail/prod_id/20944711/
http://www.buecher.de/shop/haekeln/das-grosse-strickbuch/buss-katharina/products_products/detail/prod_id/32462364/
http://www.buecher.de/shop/haekeln/stricken-m-dvd/linden-stephanie-van-der/products_products/detail/prod_id/33385561/

Lernfilme sind prima, wenn man sich ergänzend zum vorhandenen Wissen zusätzliche Finessen und weiter führende Techniken aneignen will und in der Lage ist, Pixelschrott unverzüglich auszusortieren.
Es kam das Argument, jüngere Menschen seien es gewöhnt, sich mit Lernvideos etwas anzueignen.
Naja, die jüngeren können vom hohen Ross absteigen. Lern- und Lehrfilme gibt es schon seit 50 Jahren, und zwar mit bester Didaktik und höchster Qualität.
Meine Eltern haben über das Dritte Fernsehprogramm Tanzen gelernt und meinem Vater gelang es mittels der Sendung „Russisch für Sie“ verständliches Russisch zu lernen und sich mit russisch Sprechenden zu verständigen. Überdies kam er blendend in Ländern klar, in denen kyrillisch geschrieben wurde. Ich erinnere mich noch genau, wie er brav seine Hausaufgaben machte, bevor die nächste Sendung kam.
Die später Geborenen erinnern sich sicher an die „Hobbythek“, und dann kam es auch schon bald zu den Kochsendungen. Zugegeben verhinderte der Terror der Einmaligkeit – außer bei den Lehrfilmen der Dritten Programme, die stets wiederholt wurden – ein Anhalten des Films, um sich die Inhalte nochmal zeigen zu lassen. Man konnte sogar Prüfungen machen und Zertifikate erwerben. In meinem Schulunterricht gab es ebenfalls bereits Lernfilme, die suchte allerdings die Lehrkraft für die Klasse aus.
Da ein Familienmitglied beruflich den Bereich e-Learning abdeckt, kenne ich mich in der Thematik ganz gut aus, da ich auch gerne entsprechende Literatur zum Thema lese und Vorträge höre.
Oft kommt man das Argument „jeder lernt verschieden“. Das stimmt bis zu einem gewissen Grad.
Es gibt mittlerweile namhafte und anerkannte Untersuchungen an Tausenden von Probanden aller Altersstufen und Bewohner*innen aus aller Welt, welchen Erfolg das Lernen am Computer zeitigt und welchen genau nicht. Dabei handelt es sich nicht um bezahlte Meinungen von Industriegruppen, die gerne ihre (elektronischen) Produkte bereits ans Baby verkaufen wollen, sondern um breit aufgestellte empirische Tests und dokumentierte Beobachtungen.
Und was kam in allen Alterststufen in aller Welt heraus? Mittels Lesen und Arbeiten mit Schriftwerken, möglichst auch noch im Anfertigen handschriftlicher Notizen lernt und behält man am besten und am nachhaltigsten. Guugeln verblödet, kann man kurz sagen, weil die nachgeguugelten Inhalte am schnellsten wieder vergessen werden.
Bei den Asiaten stellte sich außerdem heraus, dass sogar verlernt wurde, wie man die Schriftzeichen von Hand schreibt und die Schriftzeichenmenge sich zwischen dem achten und 16. Lebensjahr sich jämmerlich verringerte. Die Nutzung der Handmotorik fördert auch die Intelligenzentwicklung, und wer halt nur Knöpfle am Gerätle drückt (oder seine Kinder drücken lässt), verhindert damit Intelligenz- und Wissensentwicklung. Wer sich darüber weiter informieren will, kann das beispielsweise stellvertretend bei den beiden neuesten Publikationen von Manfred Spitzer nachsehen, die auch für Laien gut lesbar sind.

Wenn ich gute Lernvideos zum Thema stricken empfehlen sollte, würde ich zu den Filmen von Nadelspiel raten. Nicht umsonst gibt es dazu auch ein begleitendes Buch http://www.nadelspiel.com/

Nun zu den angefertigten Häkelsachen. Das große Stück mit Mäandermuster habe ich aus einer Laune heraus selbst entworfen und mit Nadelstärke 3 aus allerhand Resten (490g) von Industriegarn gehäkelt. Zu diesem Eigenentwurf wird es keine Anleitung geben und es gibt auch meines Wissens keine im Netz. Das wird das Weihnachtsgeschenk für meine älteste Nichte, obwohl es vor zwei Jahren, als ich es begann, als Tischläufer vorgesehen war. Das kann man aber nachholen.

Die beiden Schals wurden im Frühjahr begonnen. Ich fand das Garn bei einer Umräumaktion meiner Vorräte, und es katapultierte mich blitzartig in die Zeit vor über 25 Jahren als ich für ein Kind Kleidung aus unbehandelter und oft handgesponnener Rohseide strickte. Ich selbst hatte auch einen Strickschal, den ich bei Halsschmerzen über einen Quarkwickel wand mit hervorragenden Heilergebnissen. Die Garne sind auch gut maschinenwaschbar, verströmen im feuchten Zustand jedoch einen ungewöhnlichen Geruch, der beim Trocknen wieder verschwindet. Hier merkt man wirklich, dass man es mit einem weitgehend naturbelassenen Grundstoff zu tun hat.
Für diese beiden Restposten hatte ich bisher keine Verwendung gefunden, nun konnte ich sie aber zu zwei Schals nach diesem Muster mit unaussprechlichem Namen anfertigen.
http://www.ullaneule.net/0108/ohjeet_ketjusilmukkahuivi.html
Übersetzen kann man sich die Anleitung selbst mit dem Guugel-Übersetzer. Die Abbildungen sind auch hilfreich. Ich habe das Muster abgewandelt, indem ich einfach kürzere Abstände zwischen den Stäbchen gehäkelt und statt Stäbchen halbe Stäbchen gearbeitet habe.
Den gestreiften Schal habe ich ohne Fransen gemacht und beim cremefarbenen Schal habe ich diese Technik bei den Fransen getestet. Das fürs Stricken Vorgeführte habe ich einfach aufs Gehäkelte umgesetzt https://www.youtube.com/watch?v=qqD6U8SEEbE

Hier die bildreicheren Links
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/maeandering
http://www.ravelry.com/projects/LanArta/ketjusilmukkahuiviscarf

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