Willkommen im Stricktagebuch von Luzia
Unheilbar vom Sockenstrick- und Wollhort-Virus infiziert ;-)
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2005-07-03
Solo-Zugsocking Köln-Paderborn

Gestern war ich wieder unterwegs in Deutschland. Es gibt hier so viele schöne Ecken, die ich noch nicht gesehen habe und die man mit dem Zug erreichen kann. Ich hab ein Taschenbuch vom ADAC, da sind viele schöne Städte in Deutschland beschrieben, jeweils auf einer Doppelseite mit Stadtplan und Rundgangsvorschlag. Es gibt noch viel zu entdecken, packen wir's an!

Durch eine Kombination von nächtlicher Ruhestörung in Form eines Gewitters, Nachtwachen-Jetlag und seniler Bettflucht hat es mich am Freitagmorgen schon um 2.00 Uhr aus dem Bett getrieben. Nachdem ich eine Stunde später bei erfrischenden 16 Grad auf dem Balkon gesessen hatte, war ans Wiedereinschlafen überhaupt nicht mehr zu denken. Also bin ich ein bißchen durchs Net gesurft. Irgendwie bin ich dann (rein virtuell natürlich) in Paderborn gelandet...Da wollte ich auch schon immer mal hin. *Deutschlands größter Saftladen* hat mal eine Bekannte gemeint, die dort in der Nähe wohnt und bei ebendiesem arbeitet. Ich hab dann gleich mal eine Mail über unsere Mailingliste gejagt, ob jemand so kurzfristig mitfahren möchte, leider hatte von den *üblichen Verdächtigen* keine Zeit für den Spontan-Trip.

Also bin ich dann gestern alleine losgezogen. Knapp drei Stunden Fahrt mit Umsteigen in Hamm. Genug Zeit zum Stricken und Unterhaltung gabs auch genug, auch ohne strickende Mitfahrerinnen.
Wie zum Beispiel das ältere Ehepaar, das von Wuppertal nach Münster fuhr, um ihre Kinder zu besuchen. Die Frau hat sich eine ganze Weile nett mit mir übers Stricken unterhalten, bis es ihrem Mann zuviel wurde und er dauernd dazwischen fuhr. Nur meine gute Erziehung und mein Repekt vor dem Alter haben mich davon abgehalten, ihm meine Meinung zum Thema *Redefreiheit für Ehefrauen* zu sagen...
Oder die beiden Punker auf der Rückfahrt von Hamm nach Solingen. Erst hörte ich nur hinter meinem Rücken ein Geklingel und Grappel, daß ich dachte, gleich kommt MadMax auf seinem Kamel den Gang herunter geritten (wer kennt den Film *MadMax - Jenseits der Donnerkuppel*?), dann kamen sie in mein Blickfeld: Punker wie aus dem Bilderbuch, mit Irokesenschnitt, regenbogenbunten Stacheln auf dem Kopf, gekleidet in schwarzes Leder, behangen mit grobgliedrigen Schlüsselketten, daran befestigt Dutzende von Keramik-Bierflaschenverschlüssen à la Flens, von denen das Geklimper kam. Dazu ein Schäferhund mit Stockmaß von mindestens einem Meter, der alle Mitreisenden im Vorübergehen interessiert anguckte, ob nicht jemand was Eßbares für ihn rausrücken würde. Zumindest schien es mir so...
Und dann war da noch die Frau mit der wagenradgroßen weißen Handtasche, die mir auf der Strecke von Hamm nach Soest gegenüber saß und mein Strickzeug mit Kennerblick musterte. Auf der Rückfahrt stieg sie wieder in Soest ein und setzte sich zufällig wieder zu mir. Erst ein irritierter Blick, dann ein Lachen und die Frage: *Sitzen Sie immer noch hier und stricken, oder schon wieder?* Woraus sich dann ein nettes Gespräch ergab über das Stricken, Zugsocking, das Universum und den Rest...
Aber die schrägsten Mitfahrer hatte ich in der Straßenbahn vom Kölner Hbf zurück zu meiner Wohnung gestern Abend. Heute ist ChristopherStreetDay. Das dürfte als Erklärung genügen.

Paderborn war etwa so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ein nettes, kleines Universitätsstädtchen mit zwei ebenso netten Wollgeschäften in der Fußgängerzone und einem sehenswerten Dom am Ende ebendieser. Ich habe im Park an der Paderquelle gesessen und Entenküken fotografiert, gestrickt, noch mehr Kirchen besucht (in einer war sogar ein Orgelkonzert) und Eisdielen getestet. Die fast fünf Stunden Aufenthalt gingen rum wie nix und plötzlich war es schon Zeit, zum Bahnhof zurück zu gehen. Der Bahnhof ist *würg*, aber die Toiletten im Gegensatz dazu extrem sauber. Der freundliche Herr, der die Eingänge zu diesen Etablissements bewacht, hat mir für einen Obulus von 50 ct sogar die Türe aufgehalten, damit ich mit meinen schweren Einkaufstaschen ungehindert eintreten konnte.

In meinen Taschen war nicht nur Wolle...sonst wären sie wohl kaum so schwer gewesen. Auch eine Blumengießkanne fand den Weg zu mir und eine neue Tasse. In Köln gibts ja keine Kannen zu kaufen und Tassen hab ich ja auch nur ungefähr drei Dutzend (Stand November 2004). Die Wolle, die mir in Paderborn zugelaufen ist, hört auf den Namen *LanaGrossa Merino Big Print* und reicht hoffentlich für zwei wunderschön kuschelig warme Wavys, die ich dringend brauche.

Ich heiße Luzia und bin eine Schal-o-holikerin (siehe Eintrag vom 22.2.).

Ach ja, bevor ich es vergesse: fertig geworden ist unterwegs natürlich auch was: zwei Frühchenmützen und mein schwarzes Bändchengarn-Trägertop, das ich im Anfangsstadium beim Schiffssocking auf dem Biggesee dabei hatte.

2005-06-25
Ich bin platt...wie eine überfahrene Kröte auf der Straße. Gibt's sowas eigentlich heute noch? Überfahrene Kröten meine ich. In meiner *alten Heimat* fand man die früher auf bestimmten Straßenabschnitten haufenweise, bis dann irgendwann in den Achtzigern Schilder aufgestellt wurden wegen Krötenwanderung. Ich glaube aber, durch die gleichzeitig durchgeführte Saarkanalisierung sind viele Laichgründe verloren gegangen, so daß die Schilder auch nix mehr retten...
Wie bin ich eigentlich auf die Kröten gekommen??? Ach ja, das Wetter...Ich will sofort vier Wochen Urlaub in Grönland...oder auf den Faröern...möglichst weit im Norden und Temperaturen nicht über 20 Grad im Schatten.
Diese Hitzewelle macht mich echt kirre...tagsüber ist an Schlafen kaum zu denken, bei Temperaturen von bis zu 34 Grad im Schatten (außen) und 32 Grad Innentemperatur. Und ich hab noch zwei Nachtschichten vor mir... Heute Mittag bin ich von einem schweren Gewitter aus meinen verschwitzten Laken gerissen worden, da habe ich mich eine halbe Stunde lang über die Abkühlung gefreut...Jetzt ist hier Waschküche angesagt, innen wie außen, und jede Bewegung verursacht massive Schweißausbrüche. Da ist ans Stricken nicht zu denken. Nur die Fäden am Babyjäckchen habe ich mit Müh und Not vernäht; ich trau mich nicht so recht, das edle Seiden-Teil meiner Gemeinschafts-WaMa anzuvertrauen, obwohl sie mir im letzten halben Jahr noch nix vergammelt hat. Ich hab eh noch nicht genug Material für eine 30°-Dunkle-Wäsche Füllung zusammen...meine schwarzen Dessous kleben im Moment zu viel an meinem Luxus-Body, da trage ich lieber Baumwoll-Pagenschlüpfer ;-)

Zum Thema Baumwolle hätte ich da auch noch was zu sagen: Ich. Häkle. Beutel!
Von einigen Zugsockerinnen bin ich als Infektionsquelle beschuldigt worden, das weise ich hiermit aufs Schärfste zurück! Es ist doch wohl jede selber schuld, wenn sie den verlockenden Bildern in den Strickblogs und dem Super-Sonder-Angebot eines bekannten Aachener Woll-Dealers nicht widerstehen kann. Ich muß mich für meine Person nur des Lemming-Verhaltens schuldig bekennen...wer sich von mir das Häkeln zeigen läßt, ist selber schuld ;-))))

Mein erster Beutel wird blau-weiß-weißblaumeliert, sieben Patches sind schon fertig. Dann muß ich mal meine *hüstel* kleine Lieferung von besagtem Wolldealer sortieren nach Farbgruppen, wahrscheinlich reicht das nochmal für vier Beutel...Meine Tochter hat auch schon Bedarf angemeldet. Aber der blau-weiße Beutel ist ganz allein für mich...zu Bewundern beim nächsten Zugsocking :-) Wenn ich bis dahin nicht im eigenen Saft gar geschmort worden bin. Mein Gehirn ist auf jeden Fall schon ein bißchen angeröstet...

2005-06-18
Ach, war das mal wieder schön heute, wenn auch für meinen Geschmack zu warm...Habe ich schon mal erwähnt, daß ich Temperaturen über 25 Grad nicht gut abkann?
Was Anfang dieser Woche noch wie ein kleines In-Between-Zugsocking von Bine und mir ausgesehen hatte, war heute ein ausgewachsenes Full-Size-Zugsocking mit 8 fröhlichen Strickerinnen, die aus mehreren Richtungen in Köln eintrafen, um sich dann gemeinsam auf den Weg durch die Eifel nach Trier zu machen, um dort einen berühmt-berüchtigten Laden heimzusuchen. Auf dem gleichen Gleis, von dem wenig später unser Regionalexpress abfahren sollte, trafen wir (nicht ganz zufällig) auf Trude, die Richtung Schwarzwald abreiste. Da gab es dann noch ein kleines Abschiedsgeknuddel und eines meiner zum Tausch vorgesehenen Wollknäuel reist jetzt zusammen mit meinem Nadelspiel ebenfalls in den Schwarzwald. Ich erwarte es in ca einer Woche gut erholt wieder in heimischen Gefilden zurück
Unterwegs nach Trier haben wir noch die Eule aus dem Strickkorb aufgesammelt und dann ging schon die große Wolltauscherei los. Schweißtreibende Temperaturen konnten uns nicht wirklich abschrecken, nur der Zug auf der Hinfahrt war eine uralte Rappelkiste, so daß wir fast schreien mußten, um uns miteinander zu unterhalten. Nachdem wir unsere Taschen mit der Tauschwolle im Trierer Bahnhof in ein Schließfach gesperrt hatten, folgte ein flotter Spaziergang Richtung Fußgängerzone und die Heimsuchung von insgesamt drei Wolleläden und dem Gummibärchenladen, bevor wir uns mit frischer Pasta für den Rückweg zum Bahnhof stärkten. Und da war dann noch die Eisdiele kurz vor dem Ende der Fußgängerzone...
Auf der Rückfahrt hatten wir wieder einen der moderneren und gesprächsfreundlicheren Züge und mit Hilfe großkalibriger Häkelnadeln wurden aus bunter Baumwolle viereckige Teile fabriziert. Isch sach da nur: HÄKELBEUTEL-LEMMINGE...ich gehöre selbstverständlich auch dazu.
Ein *großes* Teil ist bei mir allerdings auch fertig geworden: Das Babyjäckchen aus der OPAL-Seide in Brauntönen ist bis auf ein paar noch zu vernähende Fäden und die Knöpfe geschafft und von meinen Mitstrickerinnen für annehmbar befunden worden. Freut mich!
Ich habe eigentlich nicht so viel Wolle aus Trier mitgebracht, wie ich eigentlich befürchtet hatte, aber ich habe ein gutes Schnäppchen gemacht, welches sich in nächster Zukunft in ein Sommer-Top verwandeln wird.
Der Tag heute war für mich ein voller Erfolg und ich hoffe, den anderen hat es auch gefallen. Körnchen wird wohl noch unterwegs sein, während ich dies hier schreibe; sie hat (zumindest streckenmäßig) das meiste für ihr Fahrgeld bekommen :-)))
Das nächste Zugsocking wird mich wahrscheinlich nach Osnabrück führen; mal sehen, wie sich das mit meinem Dienstplan vereinbaren läßt.

2005-06-14
Oh weh, ich krieg hier ja gar nix mehr gebacken!
Stricktechnisch läuft nicht viel, ich hab das Babyjäckchen aus der OPAL-Seide bis auf die Bündchen und das Zusammennähen der Seitennähte fertig. Meine RVO-Kuscheljacke hab ich auch wieder reaktiviert und stricke mühsam Reihe für Reihe am Body. Komisch, beim ersten Anlauf ging das viel schneller, obwohl ich 40 Maschen mehr auf den Nadeln hatte. Vielleicht liegts am Wetter, hier wird es schon langsam wieder unangenehm warm. Wenn ich vom Frühdienst nach Hause komme, bin ich meistens so platt, daß ich erst mal eine Runde Matratzen-Horchdienst einlegen muß. Mein Biorhythmus prädestiniert mich eher für Spät- bzw. Nachtschichten, aber leider ist das nicht mehr im Dienstplan drin.
Ich muß noch über sechs Wochen arbeiten, bevor ich Urlaub habe; die Tage an sich ziehen sich wie Kaugummi, aber ich bin ganz überrascht, daß das Jahr schon wieder fast halb vorbei ist. Dabei habe ich noch so viel zu erledigen, nicht nur strickmäßig. Mit meiner Bude bin ich durch den Bänderriß im Januar immer noch nicht fertig und an meinen freien Tagen bin ich einfach zu viel auf Tour. Im wahrsten Sinne des Wortes. Am nächsten Samstag Zugsocking nach Trier 2.Versuch, am Sonntag mit meinem völlig "unstrickigen" Freundeskreis zur Landesgartenschau nach Leverkusen...und am Montag wieder in die Klinik.
Irgendwo muß das Geld fürs Zugsocking und die damit verbundenen Wollkäufe ja herkommen...

2005-06-05
Da war ich am Dienstag wohl etwas zu optimistisch, was meinen nächsten Eintrag betrifft. Seit gestern fangen die Sonnenallergieblasen an meinen Händen und Füßen langsam an abzuheilen. Ich hab mir beim Zugsocking zum Biggesee wieder ordentlich was eingefangen. Ich sollte es eigentlich besser wissen und mich bei solchem Wetter in mein abgedunkeltes Zimmer zurückziehen...
Gestrickt hab ich demzufolge kaum was, aber ich hab ja auch nix Eiliges hier rumliegen. Nur das Restknübbelchen von Elas Lornas Laces hab ich angefangen; das wird ein Frühchenmützchen. Heute hat mich die Häkelwut gepackt und ich hab mich an einem Quadrat für eine Patchworktasche versucht...Ich hab seit mindestens hundert Jahren nicht mehr gehäkelt, sieht man mal von dem bißchen ab, was ich an Elis Baumwolltasche gemacht hab. Wahrscheinlich wird diese Tasche nicht vor Sommer 2006 fertig sein, dann sind Häkeltaschen eh schon wieder unmodern...
Weitere Schilderungen des Zugsockings verkneife ich mir hier, das Event ist ja schon fast vejährt. Die nächsten Trips sind schon über diverse Mailinglisten und Strickblogs geplant und verbreitet worden, leider verhindert meine &§%$?! Dienstplanung, daß ich mich den Zug- bzw. KultursockerInnen anschließe. Man kann halt nicht alles haben...
Ich mach dann Ende Juli mal wieder ein Solo-Zugsocking...wohin, das weiß ich allerdings noch nicht.

2005-05-31
Nachtrag zum Zug-/Schiffssocking am Samstag: Ich war abends soooo platt, daß ich kaum was Vernünftiges schreiben konnte. Bei den nunmehr wieder im für mich erträglichen Bereich liegenden Temperaturen ist da eher ein ausführlicher Bericht drin.
Der Start in Köln war schon für meine Tochter Elisabeth und mich ein regelrechter Hindernislauf, weil die Ubahnstrecke zwischen Neumarkt und Dom wegen Bauarbeiten gespert war. Das hieß im Klartext 2 x Umsteigen und vom Friesenplatz aus mit dem Bus zum Bahnhof schaukeln. Dort einen lebensgefährlichen Sprint über die Straße und mit FlipFlops bzw. Birkies über eine Schotterstrecke zum Bahnhofsvorplatz hüpfen. Geschafft! Versorgung mit reichlich gekühlten Getränken im Drogeriemarkt und dann schon mal auf den richtigen Bahnsteig setzen, um auf die Mitfahrerinnen zu warten. Mir geht es da genau wie Maike, ich bin auch immer lieber eine halbe Stunde zu früh da, als den Zug zu verpassen. Die Eule war dann auch die nächste, dann kam schon Martina, nur auf Sabine haben wir bis zur Ankunft unseres Zuges gewartet. Nachdem ich schon mal den ganzen Bahnsteig rauf und runter gelaufen bin, kam ich auf die Idee mit dem Handy *vor die Stirn klatsch*. Aber noch bevor Sabine sich melden konnte, lief schon unser Zug ein und Sabine hetzte die letzten Stufen auf den Bahnsteig rauf. Uff...gerade nochmal geschafft!
Morgen gibts mehr, ich muß jetzt leider zum Dienst.

2005-05-28
Kombiniertes Zug-/Schiffssocking am Biggesee heute. Spitzenmäßig. Auch (und ganz besonders) die Temperaturen. Reichlich Wolle getauscht. Leckeren Hering mit Pellkartoffel gegessen. Viiiiiel getrunken, aber noch nicht genug. Noch mehr geschwitzt. Schattenstricken auf der MS Westfalen. Neue Strickerinnen kennen gelernt. Viel gelacht und gestrickt.
Absolut gelungener Tag heute. Danke.

2005-05-26
Jetzt ist die Woche schon fast wieder rum und ich hab noch nix geschrieben...nicht, daß das einreißt.
Der letzte Samstag stand wieder mal im Zeichen des Wollwahns...Ela in Bonn hatte zu einem kleinen, aber feinen Stricktreffen eingeladen, da mußte ich doch hin. Um die günstige Gelegenheit auszunutzen, bin ich schon etwas früher mit der Straßenbahn gen Süden gefahren, um in Bonn die örtlichen Woll-Dealer zu inspizieren. Die Handarbeitsabteilungen der großen Kaufhäuser waren natürlich wieder mal eine Enttäuschung, aber da gab es ja noch die erst kürzlich eröffnete Rödel-Filiale...Dank der ausführlichen Wegbeschreibung von Christiane von den Sockenstrickern hab ich den Laden auch relativ schnell gefunden, obwohl ich unterwegs immer wieder von eifrigen Landtagswahlkämpfern in der direkten Fortbewegung Bahnhof-WolleRödel behindert wurde. Hoffentlich sind die bald mit den Straßenbauarbeiten in der Bonngasse fertig, weil dem Laden sonst die Laufkundschaft wegbleibt und er womöglich wieder schließen muß, bevor ich mein Urlaubsgeld dort verbraten habe...Richtiger Urlaub ist dieses Jahr nicht drin, also werde ich etwas für den lokalen (Woll-)Einzelhandel tun und Ende Juli nochmal nach Bonn fahren. Ich möchte mein Geld ja sinnvoll und zukunftsträchtig investieren. Just um die Ecke in der Friedrichstrasse gibt es nämlich noch einen Handarbeitsladen, der fast nur Lana Grossa führt. Aber in den Grabbelkörben vor der Tür bin ich doch noch fündig geworden und so haben noch sechs Bobbel DITO den Weg in meinen Strickkorb gefunden. Die Sommer-Tough-Caps kommen mit der Baumwollmischung ganz gut :-)

Bei Ela war es dann auch sehr schön...es gab erst Kaffee und Kuchen, dann Pizza und Eier-Schichtsalat mit Baguette....Wolle zum Gucken, Begrabbeln und Tauschen gabs natürlich auch in rauhen Mengen. Ich hab von Evelyn Designer-Sockenwolle eingetauscht, die werde ich als Nächste mal anstricken. Bei Ela hab ich unter anderem ein Knäuel "Stars and Stripes" von Opal eingetauscht, von dem meine Tochter ganz angetan war...Geburtstag ist im August, mal sehen, ob das hinhaut...
Aber das Beste, was ich ergattern konnte, ist ein Knäuel Opal-6fach in der Brasil 5001, die mit den schön bunten Streifen. Aus der normalen Sockenwolle mit diesem Muster hab ich ja die Kurzsocken für meine Kollegin Ariane gemacht, die gestern Abend noch fertig geworden sind und heute ihre obligatorische Runde in der WaMa gedreht haben. Zusammen mit den Opal-Indigos, die ich am Samstag bei Ela fertig gemacht habe. Die sind mal wieder für mich, obwohl meine Tochter auch schon begehrliche Blicke darauf geworfen hat. Zwei Tough-Caps waren auch mit in der Maschine und ein ganz besonders edles Frühchenmützchen. Ela hat mir noch ein kleines Restknübbelchen Lornas Laces geschenkt in der Farbe "Sassy Stripe", wenn ich mich nicht irre. Zuhause direkt auf die Digitalwaage: 9 Gramm...ob das reicht? Meine fertigen Mützchen abgewogen: alle zwischen 7 und 10 Gramm. Uff, müßte doch hinhauen. Hat auch hingehauen :-))) und ist super kuschelig weich. Von dem sonnengelb-pink gestreiften Garn sind noch genau 3,65 m übrig, das entspricht ca 5 Ringeln am Mützchen. Danke liebe Ela für das sinnliche Vergnügen, mal Lornas stricken zu dürfen ;-)))

2005-05-16
Nu ham wer den Salat! Das Ribbelmonster, das sich in den Strickblogs rumtreibt, hat den Weg zu mir nach Köln gefunden, und zwar voll fett! Gestern Abend habe ich noch den Body meiner RVO-Kuscheljacke inklusive Rippenbündchen fertig gestrickt. Heute Morgen mit Hilfe einer Kollegin anprobiert und dabei stellte sich heraus: sie ist ZU WEIT! HEULLLL!!
Alles aufribbeln bis zur Teilung unter den Armen...Drei Wochen umsonst gestrickt. Ich hatte mich schon beim Zug-/Schiffssocking auf dem Biggesee damit protzen sehen...War wohl nix. Auf ein Neues. Hilft ja alles nix. Wenns im Juni so richtig warm wird, dann isse sicher fertig...

2005-05-10
Wie ging der Spruch meiner Mutter nochmal, den ich schon so oft gehört habe? "Man wird so alt wie eine Kuh, man lernt immer noch was dazu." Kann ich nur bestätigen.
Ich habe letzten Freitag und Samstag versucht, bei meinen Eltern den verglasten Westbalkon im ersten Stock anzustreichen. Die Mauern innen, wohl gemerkt. Während eines üblen Gewittersturms, bei dem ich das Gefühl hatte, daß mir die komplette Metallkonstruktion inklusive Verglasung über dem Kopf wegfliegt. Der Regen, der IMMER von Westen kommt, drückte zwischen Fenster und Rahmen durch und lief mir über die frischgestrichene Mauer... Kalt war es auch noch und ich hatte Kopfschmerzen, daß mir fast die Birne platzte. Muß wohl am Wetter gelegen haben.
Fazit also: Balkon nur streichen bei Außentemperatur von mindestens 20 Grad und trockenem Wetter. Vorzugsweise bei Beschallung mit meiner Lieblingsmusik (wegen Kopfschmerzen am Samstag nicht angezeigt). Naja, zumindest die Verpflegung (Graupensuppe und gebratene Forellen) war gut, da kann man nicht meckern.

Gestrickt habe ich am Wochenende nicht sehr viel, ging abends einfach nicht mehr. Dafür gestern und heute nach der Frühschicht umso mehr. Meine Ringel-RVO-Kuschelweste wächst ganz gut am Body, eine Socke ist fertig und auch nochmal eine Tough-Cap, die sich aber erst nach den Sommerferien auf den Weg zu Corinna machen wird. So ein bißchen Kleinkram wie Maschenproben mit auf dem Hinweg in Trier gekauften *flöt* Wolle, Planungen für die nächsten Projekte (so ich denn mal meine UFOs irgendwann fertigstellen sollte...) und schmökern in meinen neuen Strickbüchern läuft zwischendurch bzw. abends beim fernsehen.

Zum Geburtstag wünsche ich mir einen 36-Stunden-Tag, eine Strickmaschine und einen Geldbeutel, der nicht aus Zwiebelleder besteht. Ach ja, und ein Auto, so ein kleines mit vier Rädern, zwei Sitzen, einem Dach und einem großen Kofferraum. Dann bin ich an jedem freien Wochenende unterwegs zu einem Stricktreffen hier in Deutschland; von Flensburg bis Garmisch. Träumen darf man doch, oder???

Datensatz 11 bis 20 von 62
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